Verfasser der Chronik
Die vorliegende Festschrift zum 75- jährgen Jubiläum des Tambourenvereins Solothurn soll orientieren über 25 Jahre Vereinsgesch

Vorwort

Die vorliegende Festschrift zum 75- jährgen Jubiläum des Tambourenvereins Solothurn soll orientieren über 25 Jahre Vereinsgeschichte von 1974 bis 1998. Sie möge nachfolgenden Generationen als Nachschlagewerk dienen.

 

und die wichtigsten Begebenheiten wahrend dieser Zeitspanne im und um unseren Verein Revue passieren lassen. Es ist die dritte Festschrift, die in unserem Archiv Aufnahme finden wird. In Anlehnung an die beiden vorangegangenen Jubiläumsschriften kann - und soll auch die vorliegende den Rahmen der unserem Verein gegebenen Möglichkeiten keinesfalls sprengen.

Unsere erste Schrift, von der Gründung 1923 bis 1948, beinhaltet die schweren Jahre des Zweiten Weltkrieges und wurde verfasst von unserem verehrten Ehrenpräsidenten und Ehreninstruktor Hermann Walther, der heute in seinem hohen Alter mit Stolz auf sein Lebenswerk, den Tambourenverein Solothurn, zurückblicken darf. Die zweite Festschrift, von 1949 bis 1973, zum 50- jährigen Vereinsjubiläum, hinführend in einen wirtschaftlichen Aufschwung bis hin zur Euphorie der Hochkonjunktur, bescherte meiner Wenigkeit die Ehre des Verfassers. Welch ein Gegensatz zur heutigen Situation der allgemeinen Verunsicherung, wo Mitmenschen täglich um ihren Arbeitsplatz bangen müssen und wo bei einem Heer von Arbeitslosen unser Land nach neuen Ufern strebt. Dieser Widerwärtigkeiten zum Trotz freue ich mich und fühle mich geehrt, durch den Vereinsbeschluss mir im Herbst meines Lebens erneut die Verfassung der 75jährigen Jubiläumsschrift anzuvertrauen. Dieser ehrenvollen Aufgabe komme ich gerne nach, im stolzen Bewusstsein, in meiner nun 50-jährigen Mitgliedschaft in diesem Verein, dem ich in den verschiedensten Chargen dienen durfte, nie eine interne Krisensituation erleben zu müssen. Dem Tambourenverein Solothurn, dessen oberstes Gebot immer die sprichwörtliche Kameradschaft war, wo jung und alt in Harmonie unserem gemeinsamen ideal dienen, wünsche ich weiterhin Glück und Gedeihen auf dem weg hin zum hundertjährigen Jubiläum.

 

Der Verfasser:

 

Max Mollet, Aktiv-Ehrenmitglied

 

 

 

Rückblende Jubiläumsjahr 1973

 

Mit der Julbiläums-Generalversammlung vom 26. Januar im Restaurant Schwanen wurde dieses denkwürdige Jahr in Angriff genommen. Lassen wir nun die Geschehnisse des Jahres in chronologischer Reihenfolge Revue passieren.

 

Am 3. Februar organisierte unser Verein im Landhaussaal die Delegiertenversammlung des Zentralschweizerischen Tambourenverbandes ZTV. Herausragendes Merkmal dieser Versammlung war der einstimmige Beschluss, die Integration der Pfeifersektionen verbandsrechtlich zu vollziehen und den Verband in "Zentralschweizerischen Tambouren- und Pfeiferverband ZTPV" umzubenennen. Mit dem Sujet "5O Johr Fasnecht" beteiligte sich der Verein an den Fasnachtsumzügen. Mit einer prächtigen, 27 Tambouren umfassenden Waggisgruppe, angeführt von Tambourmajor Willy Kohler als imposante Tante Fasnecht, dokumentierten wir unsere 5O-jährige Verbundenheit mit dem fasnächtlichen Honolulu, gleichzeitig auch hinweisend auf unsere Juliläumsfeierlichkeiten.

 

Dem Vorstandsprotokoll vom 19. April entnahm ich folgenden Eintrag, den ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte. Zitat: "Für Francois Scheidegger soll eine um 5 cm kleinere Baslertrommel angeschafft werden." Wer von den damaligen Aktiven hätte gedacht, dass sich der damals zwölfjährige kleine, aber äusserst talentierte Knirps zu unserem heutigen, bestens ausgewiesenen Instruktor entwickeln würde? Sein technisches und theoretisches Können und Wissen blieb in der Folge auch dem STV nicht verborgen, bekleidet er doch heute das verantwortungsvolle Amt des Obmannes der Technischen Kommission.

 

Am Wochenende vom 15. bis 17. Juni bestritt der Verein, mit 26 Wettkämpfern die grösste Verbandssektion, das 12. Zentralschweizerische Tambouren- und Pfeiferfest in Schwyz. Auch wenn man, ein Novum, den ersten Rang mit der befreundeten Nachbarsektion Biberist teilen musste, tat dies der Freude über den im Jubiläumsjahr errungenen Festsieg keinen Abbruch.

 

In den Tagen vom 18. bis 30. Juli bereisten im Rahmen einer vom Schweizerischen Tambourenverband organisierten Konzert-Tournee 176 Tambouren und Pfeifer die USA. Mit unserem Präsidenten Hermann Walther, dem die Ehre des Fähnrichs zuteil wurde, qualifizierten sich dank ihres Könnens acht weitere Kameraden unseres Vereins für diese Auswahlmannschaft. Im Rahmen einer der letzten Vorproben präsentierte sich diese USA-Delegation am Samstag, 7. Juli bei schönstem Wetter in unserer Stadt.

 

Unter grosser Anteilnahme der Bevölkerung durfte unser Verein in den Tagen vom 7. bis 9. September sein 50-jähriges Jubiläum begehen. Ein rühriges OK, unter der souveränen Leitung von Ehrenmitglied Hans Morf, legte den Grundstein für das Gelingen dieses denkwürdigen Anlasses.

 

Den Auftakt zu den Festivitäten bildete eine Abendunterhaltung am Freitag in der Reithalle. Diese wurde bestritten von der Arbeitermusik Solothurn, dem Tambourenverein Biberist mit seiner hinreissenden Bühnenshow unter der Leitung von Hans Luterbacher sowie der Hilarimusik Solothurn.

 

Den zweiten Unterhaltungsabend vom Samstag eröffnete der jubilierende Tambourenverein Solothurn, unter der Leitung von Hans Balmer. Anschliessend konzertierte die Stadtmusik Konkordia, geleitet von ihrem unvergesslichen Direktor Theodor Gamper. Erinnerungen wurden wach an den unvergesslichen Aufritt der USA-Boys am Eidgenössischen Tambourenfest 1970 in Solothurn, beim wahren amerikanischen Trommelfeuerwerk, das uns die "Swiss Mariners", alles echte Basler Tambouren, boten.

 

Dem legendären, leider nicht mehr unter uns weilenden Tambourmajor Max Blatter blieb es vorbehalten, mit seiner UFS aus Basel den Schlusspunkt zu setzen unter die hochstehenden trommlerischen Darbietungen.

 

Zum Abschluss des Abends konzertierte das mit uns befreundete Musik- und Trumbandcorps Blau weiss Köln, dessen Gäste wir im Jahre 1971 sein durften. Musikalisch gekonnte Darbietungen, optisch belebt durch ihren Fahnenschwinger, vermittelten uns die deutschen Gäste im Querschnitt das Repertoir eines typisch deutschen Spielmannzuges.

 

Der Sonntagmorgen war dem Empfang der Ehrengäste reserviert, die im historischen Lokal des UOV, im Baseltorturm, von unserem Ehrenmitglied Heinz Lehmann aus Biberist begrüsst wurden.

 

Der anschliessende Festumzug mit zehn Sektionen aus unserem Verband, in zwei Oldtimerfahrzeugen mitfahrend unsere damals noch lebenden Gründer führte durch die mit viel Publikum gesäumten Gassen unserer Stadt hinauf zur Reithalle. Hier empfing uns unser Ehrenmitglied Stadtmusik Solothurn, die unter der Stabführung von Urs Frikart zum Bankett aufspielte und den anschliessenden Jubiläumsakt musikalisch umrahmte.

 

Mit dem Aufmarsch der Aktiven des jubilierenden Tambourenvereins, zusammen mit seinem grossen Harst von Jungtambouren und den Gründungsmitgliedern Adolf Aberegg =, Walter Geiser =, Walter Rauber =, Hans Rutschmann = und Werner Wicki, wurde der Jubiläumsakt eröffnet.

 

Kernstück der Feierlichkeiten bildete die gehaltvolle Festansprache unseres Ehrenmitgliedes und damaligen Stadtammanns Fritz Schneider. Erwähnenswert sei hier festgehalten sein ehrender Hinweis auf unseren «Trommlervater» Hermann Walther, zum damaligen Zeitpunkt seit 46 Jahren Mitglied unseres Vereins, seit 34 Jahren tätig in stets vorderster Front, wovon 30 Jahre als Instruktor und 27 Jahre als Präsident. Fürwahr, ein einzigartiges Palmarès.

 

Mit einem Reigen von Gratulanten wurden die Feierlichkeiten abgeschlossen, bevor Vereinspräsident Hermann Walther nach allen Seiten dankte und seinem Tambourenverein weiteres Gedeihen und Glück auf dem langen weg zu seinem hundertsten Geburtstag wünschte.

 

Zwei Vorstandssitzungen und eine ausserordentliche Vereinsversammlung legen Zeugnis ab von einer regen Tätigkeit in der administrativen Vereinsführung gegen Ende des Jahres.

 

Die ausserordentliche Vereinsversammlung vom 30. Oktober musste Kenntnis nehmen von der Demission unseres langjährigen Präsidenten Hermann Walther. Da auch weitere Chargierte Demissionsgelüste äusserten, zeichnete sich eine Wachtablösung grösseren Stils ab, worüber die kommende Generalversammlung zu befinden hatte. Zukunftsweisend und erfreulich der Versammlungsbeschluss, und dies einstimmig, am Eidgenössischen Tambourenfest 1974 in Visp teilzunehmen.

 

 

 

Dem seit längerer Zeit gehegten Wunsch auf Anschaffung einer historischen Uniform wurde mit der Wahl einer fünfköpfigen Uniformenkommission Nachhaltung verschafft. Dieser gehörten an: als Präsident Hermann Walther, mit den Mitgliedern Max Mollet, Urs Galli, Charles Kohler und Erhard Brunner.

 

Den würdigen Schlusspunkt hinter dieses ereignisreiche Jahr setzte unbestritten die Teilnahme an den Feierlichkeiten zu Ehren des unvergesslichen, in den Bundesrat gewählten Solothurners Willy Ritschard.

 

 

1974

Die ausserordentliche Vereinsversammlung vom 15. Januar galt der Bereinigung der Traktandenliste für die bevorstehende Generalversammlung. Herausragendes Traktandum bildete dabei die Beschlussfassung zur Anschaffung einer historischen Uniform. Dem vorliegenden Entwurf wie der Beschaffung wurden zugestimmt.

 

Die 51. Generalversammlung vom 25. Januar im Restaurant Schwanen stand ganz im Zeichen der grossen Wachtablösung des administrativen Vereinsvorstandes. Der Entscheid, die Geschicke des Vereins einer jüngeren Generation anzuvertrauen, sollte sich in der Folge aufs schönste bestätigen. Mit der Wahl von Ruedi Rebholz zum Präsidenten wurde einer jungen, dynamischen Kraft einstimmig das Vertrauen geschenkt. Die Namen der übrigen chargierten Kameraden ersieht man jeweils auf einer entsprechenden Tabelle im Anhang der Festschrift.

 

Für seine jahrzehntelange immense, uneigennützige Tätigkeit zum Wohle seines Tambourenvereins wurde der scheidende Präsident Hermann Walther zum ersten Ehrenpräsidenten unseres Vereins erkoren.

 

Druckereibesitzer Urs Rüegger und Lottochef Hans Müller durften in Anerkennung ihrer seit Jahren geleisteten wertvollen Dienste die Ehrenmitgliedschaft entgegennehmen. Als äusseres Zeichen der Dankbarkeit wurde ihnen unsere Wappenscheibe mit Widmung überreicht.

 

Ebenfalls eine Wappenscheibe mit Widmung erhielt Ehrenmitglied Arnold Banz für seine dem Verein während 25 Jahren geleisteten Dienste als Fondsverwalter. Einstimmig wurde dem Kredit von 30`000 Franken für die Anschaffung einer historischen Uniform zugestimmt. Genehmigung fand auch der von der Uniformenkommission vorgeschlagene Entwurf. Der bebilderte Entwurf zeigt die prächtig repräsentierende Uniform in Anlehnung an die Solothurner Söldner-lnfanteristen aus dem Jahre 1790. Die Herstellung oblag der Uniformenfabrik Bern, mit dem Ziel, erstmals am Eidgenössischen Fest in Visp historisch antreten zu können. Aus dem umfangreichen Tätigkeitsprogramm des laufenden Jahres seien nachfolgend nur die markanten Begebenheiten hervorgehoben.

vom 21. bis 27. Februar schwelgte Solothurn einmal mehr im Fasnachtsfieber. Am Umzug präsentierte sich unser Verein wie gewohnt geschlossen und in farbenfroher Aufmachung.

 

Bereits am 10. Mai, etwas früher als üblich, fand im Hinblick auf das bevorstehende Eidgenössische Fest in Visp die Inspektion durch Ad; Uof Alex Haefeli statt. Die traditionelle und wichtige Vereinsmeisterschaft mit erfreulich grosser Beteiligung ging am 24. Mai über die Bühne.

 

Eine ganztägige Vereinsprobe im Hohberg galt der Vorbereitung auf das eidgenössische Fest in Visp.

 

Am 22. Juni erfolgte die Abgabe der neuen historischen Uniform an die Mitglieder. Mit einem schlichten, aber eindrücklichen Weiheakt wurde die neue Uniform auf der historischen St. Ursenbastion feierlich eingeweiht. Vorgängig präsentierte sie der stolze Verein vor viel Publikum mit einem Ständchen auf dem Marktplatz. Die geschichtsträchtige St. Ursenbastion bot einen würdigen Rahmen zur nachfolgenden Weihe, wo sich im satten Grün der Bäume und Wiesen unsere rot-weisse Uniform in ihrer vollen Pracht präsentierte. Ehrenmitglied Heinz Lehmann erwähnte in seiner gehaltvollen Festansprache die Anlehnung der neuen Uniform an die Zeit der Söldnerdienste und Feudalherrschaft, einer für unsere Heimat unseligen Zeit. Zur Erinnerung an viele markante Solothurner Persönlichkeiten sei festgehalten, dass nebst vielen Zuschauern und Angekörigen der Aktiven, uns folgende Gäste mit ihrem Besuch beehrten: Gemeinderat Walter Straumann als Vertreter von Stadt und Kanton, Ständerat Ulrich Luder, Kreiskommandant Oberst Ochsenbein, Zeughausverwalter Iwan Kiefer, Bürgerrat Urs Rüegger sowie der Präsident des ZTPV, Josef tggenschwiler, Biberist.

 

Bestens vorbereitet, reiste der Verein in den Tagen vom 27. bis 30. Juni nach Visp, um sich in der höchsten Kategorie am 16. Eidgenössischen Tambourenfest mit den übrigen Verbandssektionen zu messen. Leider war dem Fest kein Wetterglück beschieden, meist regnete es in Strömen und die sprichwörtliche Walliser Sonne fand selten genug Möglichkeiten für einen wohltuenden Durchblick. Unsere historische Uniform war demzufolge meist unter Plastik verhüllt und somit in der Entfaltung ihrer Pracht behindert.

 

Die Übergabe der Zentralfahne vom OK Solothurn an Visp musste bei misslichstem Wetter vollzogen werden. Alt-OK-Präsident Hans Morf schickte diesem Akt unter anderem folgende worte voraus: "Es ist für uns Solothurner eine besondere Ehre, dass wir es sind, die zum ersten Mal in der Geschichte des Schweizerischen Tambourenverbandes die Zentralfahne nach dem Wallis bringen können." Anlässlich der anschliessenden Veteranenehrung wurde unserem Vereinskameraden Willy Mollet die eidgenössische Veteranenmedaille verliehen. Im Vereinswettkampf der höchsten Kategorie belegten wir als grösste Sektion hinter Domat-Ems und Stans den ehrenvollen dritten Rang. Ein Rang, der uns erfolgsverwöhnte Solothurner dennoch sehr freute. Mit dem schönen Empfang am Sonntagabend durch die Stadtmusik Konkordia fand dieses Fest den würdigen Abschluss.

 

Am 28./29. September reisten unsere Jungtambouren nach Mümliswil, wo sie am dortigen ZTPV-Jungtambouren- und Pfeiferfest unter der Leitung von Hermann Walther den zweiten Rang belegten.

Der beliebte vereinsinterne Benzenjass, der obligate Lottomatch zur Aufbesserung unserer Vereinsfinanzen sowie der gelungene Familienabend bildeten den Abschluss dieses reich befrachteten Vereinsjahres. 67 Proben, 17 Anlässe, sechs Vorstandssitzungen sowie eine Vereinsversammlung legen davon Zeugnis ab.

 

 

1975

Die 52. Generalversammlung vom 24. Januar im Restaurant Schwanen wurde von Ehrenpräsident Hermann Walther geleitet, da sich Präsident Ruedi Rebholz im Spital einer Operation unterziehen musste. Parallelen zur heutigen Zeit wurden wach, wenn man bedenkt, dass Ruedi Rebholz eingangs zu seinem Präsidialbericht festhielt, Betriebsschliessungen, Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, Terrorismus und Gewaltakte würden zur Zeit das Geschehen beherrschen.

 

Eine besondere Ehrung durhe Willy Kohler entgegennehmen für seinen 30. Einsatz als Tambourmajor an den Fasnachtsumzügen. Instruktor Hans Balmer wurde für 20-jährige Mitgliedschaft zum Aktiv-Ehrenmitglied ernannt.

 

In den ersten Fasnachtstagen durfte Gründer-Ehrenmitglied Werner Wicki mit einem Ständchen zu seinem 70. Geburtstag gratuliert werden. Für einmal präsentierte sich der Verein an den Fasnachtsumzügen in gebrauchten, respektive umgearbeiteten Kostümen und Masken. Dies tat dem närrischen Treiben keinen Abbruch, unsere wie gewohnt grosse und farbenprächtige Gruppe fand allenthalben viel Lob und Anerkennung. Mit dem traditionellen Fasnachtsbummel nach Zofingen wurden die närrischen Tage beschlossen.

 

Einstimmig beschloss die Vereinsversammlung vom 8. April, das 4. Zentralschweizerische Jungtambouren- und Pfeiferfest zu organisieren. Gleichzeitig konnte bereits das OK in folgender Zusammensetzung gewählt werden: OK Präsident Heinz Lehmann, Vizepräsident Hermann Walther, Sekretär Ruedi Rebholz, Protokollführer Fritz Ritschard, Festkassier Heinz Jenzer und Beisitzer Arthur Walther.

 

Im Vorfeld dieses Festes hatte der Verein noch ein reich befrachtetes Tätigkeitsprogramm zu bestreiten, wie Geburtstagsständchen bei Ehrenmitglied Arthur Walther, Auftritt am Schweizerischen Orthopädenkongress, zur Auflockerung des Vereinsbetriebs wurde ein Vita-Parcours mit anschliessender Gartenparty bei Ehrenmitglied Walter Morand absolviert, Gruppenauhritt beim Turnverein Luterbach, Vereinsaufritt am Eidgenössischen Veteranenschiessen in Zuchwil, Bundesfeier sowie Auftritt am Ambassodorenfest in Solothurn.

 

Dazwischen bestritt noch eine Gruppe von Einzeltambouren den Wettkampf am Westschweizerischen Tambourenfest in Nyon. Sechs Kameraden ertrommelten sich dabei in der Kategarie A den begehrten Einzelkranz.

 

Die Diplomprüfung im Sektionsleiterkurs C bestanden mit Erfolg Ueli Lisser, Erhard Brunner und Ueli Bucher.

 

Bei strahlendem Wetter konnte alsdann das 4. Zentralschweizerische Jungtambouren- und Pfeiferfest abgewickelt werden. Dem Fest, vom OK tadellos organisiert, war in jeder Beziehung ein voller Erfolg beschieden. Mit ihrem ersten Rang im Gruppenwettkampf, unter der Leitung von Hermann Walther, setzten die Jungtambouren unseres Vereins dem Fest gar noch die Krone auf. Mit der obligaten Inspektion durch Ad; Uof Alex Haefeli vom 18. November sowie den internen Anlässen wie Benzenjasset und Familienabend neigte sich das Vereinsjahr seinem Ende zu. Abgeschlossen wurde es mit dem Geburtstagsständchen für unseren Ehrenpräsidenten Hermann Walther zu dessen 65. Geburtstag.

 

 

1976

Mit der Generalversammlung vom 16. Januar im Restaurant Schwanen stand der Verein an der Schwelle eines, wie der Präsidialbericht aufzeigt, Ereignis- und tätigkeitsreichen Jahres.

Herausragendes Ereignis war die Teilnahme am 13. Zentralschweizerischen Tambouren- und Pfeiferfest in Biberist, die einstimmig beschlossen wurde. Dem Wunsch von Instruktor Hans Balmer, im Hinblick auf dieses Fest eine zweite Probe jeweils am Freitag als obligatorisch zu erklären, wurde erfreulicherweise entsprochen.

 

Mit François Scheidegger und Thomas Fröhlicher wurden zwei Jungtambouren in den Aktivbestand aufgenommen, die sich in späteren Jahren zu zwei tragenden Säulen des Vereins entwickeln sollten.

 

Nach einem geselligen Auftritt Ende Januar in Rothrist, wo wir vom dortigen Tambourenverein eingeladen wurden, nahten schon bald wieder die närrischen Tage von Honolulu. Mit unserem Sujet "s'isch verby", gemeint war nämlich das Jahr der Frau, wussten wir einmal mehr die närrischen Geister zu beeindrucken. Eine Woche später beteiligten wir uns auch noch am Fasnachtsumzug in Zofingen.

 

Eine Spezialprobe am 2. April mit Adj Uof Anton Wymann und die vorgezogene Inspektion vom 20. April mit Adj Uof Alex Haefeli dienten speziell der Vorbereitung auf das kommende Verbandsfest in Biberist. Dem gleichen Ziel galten die durchgeführte Vereinsmeisterschaft wie das ganztägige Trainingslager im Hohbergwald. Eine letzte Gelegenheit, das Festrepertoire in der Öffentlichkeit zu festigen, bot der Auftritt am Dorffest vom 22. Mai in Langendorf.

 

Mit berechtigter Hoffnung, dank minutiöser Vorbereitungsarbeit, zog der Verein ins benachbarte Biberist, wo vom 28. bis 30. Mai das ZTPV-Verbandsfest zur Durchführung gelangte. Dieses 13. Verbandsfest war im wahrsten Sinne des Wortes ein Fest der Superlative, sprengte es doch teilnehmermässig den Rahmen aller bisherigen Regionalverbandsfeste. Ein vorzüglich eingespieltes OK unter der Führung des souveränen und unermüdlichen OK-Präsidenten Heinz Lehmann schaffte die Grundlagen zu diesem denkwürdigen Anlass.

 

Doch jetzt, welch eindrückliche Demonstration von Einheit und trommlerischem Können bot unser Verein unter der Leitung von Hans Balmer. Mit überzeugenden Leistungen auf allen Wettkampfplätzen und dem abschliessenden Vortrag der modernen Komposition «Three eight lime» konnten die Solothurner Tambouren erneut den Festsieg an ihre Fahne heften. Bis zu diesem Zeitpunkt eine einmalige Siegesserie, denn an allen bisherigen Verbandsfesten belegte unser Verein den ersten Rang, mit Ausnahme von 1952, wo wir das siebte Regionalverbandsfest selbst organisierten. Berechtigt war die Freude ob des grossen Erfolges, der nach unserer Heimkehr im Stammlokal zu den Klängen einiger Konkordia-Musikanten noch ausgiebig gefeiert wurde.

 

Erwähnt sei auch noch der Erfolg unserer Jungen, die sich im parallel zum Festablauf geführten Wettkampf der Jungtambouren-Gruppen den ehrenvollen dritten Rang ertrommelten.

Wohl als Belohnung für diesen Festsieg durfte die geplante «Fahrts ins Blaue» betrachtet werden. Eine grosse, frohgelaunte Gesellschah mit Angekörigen und Mitreisenden machte sich in den Tagen vom 26. und 27. Juni auf, um im Bündnerland unvergessliche Stunden der Freude und Kameradschaft zu verbringen. Die Vereinstätigkeit der nachfolgenden zweiten Jahreshälfte zeigt, dass für die Aktiven noch keineswegs Ruhe einkehrte.

 

Am 3./4. Juli erfüllte der Verein ein ehrenvolles Engagement am 50-Jahr-Jubiläum der Jodler vom Weissenstein.

 

Ein geselliger Anlass war die Einweihung unserer Stammtischlampe im Stammlokal Walliserkanne. Diese kunstvoll gefertigte Schmiedearbeit, von Schlossermeister Josef Eggenschwiler persönlich hergestellt, sollte ursprünglich ein Geschenk der Ehrenmitglieder an den Stammverein sein. Doch unser Freund und Gönner Seppi Eggenschwiler liess es sich nicht nehmen, sein persönliches Werk unserem Verein zum Geschenk zu machen. Möge dieses Licht über unserem Stammtisch auch leuchten im Gedenken an diesen Freund unseres Vereins und ehemaligen Ehrenpräsidenten der Stadtmusik Konkordia, mit welcher wir in Freundschaft verbunden sind.

 

Weitere Aktivitäten entfaltete der Verein mit der Teilnahme an der Bundesfeier, am Fest zur 500-Jahrfeier des Rathauses sowie anlässlich der Einweihung des Cafe Rust.

 

Am 12. September durfte der Tambourenverein Solothurn unsere Stadt an der Murtenfeier vertreten, wo wir in unserer historischen Uniform im prächtigen Umzug bestens präsentierten.

 

Mit Geburtstagsständchen bei den Gründer-Ehrenmitgliedern Adolf Aberegg zum 72. und Hans Rutschmann zum 70. sowie Ehrenmitglied Hans Morf zum 60. und Aktivehrenmitglied Otto Frauchiger zum 60. durfte der Verein seine Verbundenheit mit den Jubilaren zum Ausdruck bringen. Wer hätte anlässlich des letzten Ständchens gerechnet, dass wir ein halbes Jahr später Otto Frauchiger auf seinem letzten Gang begleiten müssten. Otto war ein liebenswürdiger, dem Verein treu ergebener Kamerad, der seinem Tambourenverein seit seinem Eintritt 1936 vier Jahrzehnte lang diente. Otti verstarb nach längerer Krankheit am 13. Oktober. Ehre seinem Andenken.

 

 

1977

Das Jahr begann für den Verein mit einer traurigen Pflichterfüllung. In Langendorf verschied das erste unserer damals noch lebenden fünf Gründer-Ehrenmitglieder Walter Rauber Der Verstorbene lebte in seinen letzten Lebensjahren eher zurückgezogen, interessierte sich jedoch stets um die Geschehnisse im Tambourenverein. Am 18. Januar begleitete der Verein seinen Gründer auf dessen letzten Gang. Ehre seinem Andenken.

 

Der Präsidentenbericht der Generalversammlung vom 21. Januar im Restaurant Schwanen zeigte auf, welch grosses Pensum der Verein im Berichtsjahr zu bewältigen hatte.

 

Mit Viktor Eggenschwiler: Thomas Westhauser und Kurt Rubeli konnten drei Jungtambouren in den Aktivbestand aufgenommen werden. Im Vorstand waren zwei Chargen neu zu besetzen, die aus der Liste im Anhang dieser Festschrift ersichtlich sind.

 

Am 31. Januar durfte der Verein Lottochef und Ehrenmitglied Hans Müller mit einem Ständchen zum 65. Geburtstag gratulieren.

 

An den Fasnachtsumzügen 1977 glossierte der Verein mit dem Sujet «Schon wär`s» den Wunsch bestimmt aller Hühner, wenn sie sich entgegen der Käfighaltung frei bewegen könnten. Eine prächtige Schar Hühner, angeführt von Tambourmajor Willy Kohler als stolzer Hahn, vermochte den überaus zahlreich die Umzugsroute säumenden Zuschauern begeisternden Applaus zu entlocken.

 

Mit dem Fasnachtsbummel nach 70fingen wurden die närrischen Tage endgültig verabschiedet.

 

Mit einem Ständchen zu seinem 70. Geburtstag wurde Gründer-Ehrenmitglied Walter Geiser geehrt.

 

Mit dem Auftritt bei der Musikgesellschaft Biel-Bözingen holte sich der Verein nicht nur viel Lob und Sympathien, sondern auch einen namhaften Zustupf zu Gunsten der Vereinskasse.

 

Unaufhaltsam dreht sich das Rad der Zeit und in seinem Laufe lichtete sich die Reihe unserer Gründer-Aktivehrenmitglieder bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr

 

 

Im Bürgerspital in Solothurn verschied in seinem 73. Lebensjahr unser geschätzter Adolf Aberegg. Am 28. April erfüllte der Verein die traurige, aber ehrenvolle Pflicht, Adolf auf seinem letzten Gang zu begleiten. Als ehemaliger Stadtpolizist in der Öffentlichkeit bekannt und geschätzt, galt seine Zuneigung seiner schönen Familie und seinem Tambourenverein, den er mithalf, im Jahre 1923 aus der Taufe zu heben. Seine besondere Liebe und Zuneigung galt stets in besonderem Masse den Jungtambouren, der Zukunft unseres Vereins. Wir danken dem Verstorbenen und seiner Familie für ihre jahrzehntelange Verbundenheit mit unserem Verein. Adolf ruhe in Frieden, Ehre Deinem Andenken.

 

Ein denkwürdiger Anlass waren die Feierlichkeiten zum 50-Jahr-Jubiläum des Zentralschweizerischen Tambouren- und Pfeiferverbandes vom 7. Mai auf Schloss Landshut. Unserem Verein fiel die grosse Ehre zu, als eine der Gründersektionen den Anlass zu umrahmen. Fürwahr ein herrliches Bild, das unsere Sektion in ihrer historischen Uniform vor dem Hintergund des altehrwürdigen Schlosses bot. Mit dem Jubiläumsakt und der Ansprache von ZTPV-Ehrenmitglied Heinz Lehmann im Rittersaal des Wasserschlosses Landshut sowie der Uraufführung des Jubiläumsmarsches «Der Zentralschweizer» von Alex Haefeli am Nachmittag in Biberist, wurden die Akzente dieser Gedenkfeier gesetzt. Ein wohltuendes Bild hinterliess bereits der Aufakt an diesem sonnigen Samstagmorgen, wo unser Verein die Gäste und Vertreter der 44 Verbandssektionen des Jubilars im Schlosspark empfing. Eine detaillierte Abhandlung all der Feierlichkeiten findet sich in der Jubiläumsschrift «50 Jahre ZTPV», deren Verfassung dem Schreibenden zufiel. Eine Ehre auch für unseren Verein, dass unser Mitglied Arthur Walther als Kassier und der Schreibende als Sekretär zu dieser Zeit dem jubilierenden Verbandsvorstand angehören durften.

 

Diverse routinemässige Auftritte kennzeichneten die weitere Vereinstätigkeit bis hin zum geselligen Weekend am Oeschinensee. Ausser dem Wetter durfte dieser Anlass sicher als gelungen bezeichnet werden. Die heimelige Atmosphäre in der Sennhütte, bei guter Verpflegung und Unterkunh, liess denn auch bald unter der gekonnten Ägide von Conferencier Markus Weber eine Bombenstimmung aufkommen. Kameradschaftlich gesehen, ein gelungener, wohltuender Anlass. Vom 17. bis 19. September hatte eine Gruppe von Marschtambouren die willkommene Gelegenheit, mit der Stadtmusik Konkordia am Oktoberfest in München mitzuwirken.

 

Vom 24. bis 25. September reiste unser Ehrenpräsident Hermann Walther mit seinen Jungtambouren nach Burgdorf, um sich mit den Gleichaltrigen des Verbandes am 5. ZTPV-Jungtambouren- und Pfeiferfest zu messen. Mit 14 Jungtambouren, wovon einige erstmals ihr Festfieber zu bändigen hatten, darf der erzielte fünfte Rang als schöner Erfolg gewertet werden.

 

Am 1. November fiel dem Verein die Ehre zu, den Stand Solothurn anlässlich der Basler Herbstmesse am offiziellen Solothurner Tag zu vertreten. Ein Anlass, der dem Verein erneut viel Lob und Anerkennung einbrachte. Ein eher seltenes Ständchen beim Bürgerspital Solothurn galt unserem damaligen Patienten Urs Galli.

 

Am 7. Dezember durfte der Verein den Festumzug zu Ehren unseres zum Bundespräsidenten erkorenen Willy Ritschard anführen. Erwähnt seien noch die diversen Geburtstagsständchen für Gründer-Ehrenmitglied Walter Geiser zum 70. sowie für die Ehrenmitglieder Arnold Banz (70), Lottochef Hans Müller (65) und Max Mollet (50). Mit den diversen wiederkehrenden Anlässen, abgeschlossen am 21. Dezember mit der Teilnahme an der Vereinshaus-Einweihung des befreundeten Tambourenvereins Biberist, klang auch dieses Jahr aus.

 

 

1978

Zum Auftakt des Vereinsjahres beehrte der Verein unseren Fähnrich und Ehrenmitglied Ernst Lobsiger mit einem Ständchen zu dessen 65. Geburtstag.

 

Die 55. Generalversammlung vom 20. Januar im Stammlokal Walliserkanne legte Zeugnis ab von einem wiederum reich befrachteten Vereinsjahr. Die Hauptakzente nebst der Fasnacht setzten zweifellos die Teilnahme am Eidgenössischen Fest in wil sowie für unseren Nachwuchs das Jungtambourenfest in Biberist. Einen besonderen Dank durfte Ehrenpräsident Hermann Walther entgegennehmen für seine immense und fruchtbare Tätigkeit als Jungtambouren-Ausbildner. Seinen Bemühungen ist es zu verdanken, dass die Generalversammlung gleich fünf Jungtambouren zu Aktivmitgliedern erküren konnte. Es waren dies Ueli Roth, Rolf Allemann, Viktor Fröhlicher, Thomas Lampart und Konrad Müller.

 

Vorausschauend auf das Jahr 1979 wurde einstimmig beschlossen, in Verbindung mit einer Vereinsreise nach Orleans (Frankreich) am dortigen Fest zu Ehren der Jeanne d'Arc teilzunehmen.

 

Doch lassen wir nun in chronologischer Reihenfolge die wichtigsten Begebenheiten des Jahres Revue passieren.

 

Mit unserem Sujet an den diesjährigen Fasnachtsomzügen «Säg's doch schnäll - per Telefon» glossierten wir die Bemükungen der PTT für mehr und besseren Dienst am Kunden. Unsere wie gewohnt grosse Gruppe, eingekleidet in ihren farbenprächtigen Kostümen, konnte viel Lob und Anerkennung einheimsen.

 

Viel Beachtung verdiente sich auch unsere 14-köpfige Jungtambourengruppe mit ihrem Sujet «Au üsi Junge sy drby».

 

Das Ski-Weekend in der lenk vom 18./19. Februar bot zwischenzeitlich willkommene Gelegenheit zu geselligem Beisammensein.

 

Ein Instruktoren- und Tambourmaiorkurs sowie die Präsidentenkonferenz, Anlässe im Ausbildungskonzept des ZIPV, erforderten zusätzliches Engagement der entsprechenden Chargierten unseres Vereins.

 

Anlässlich der UNO-Schluss-Sitzung vom 2. Mai wurden Ehrenpräsident Hermann Walther und Tambourmajor Willy Kohler zu Ehrennarren ernannt.

 

Viel Goodwill erwarb sich der Verein anlässlich seines Auftritts im Bad Attisholz zu Ehren der Teilnehmer an der Konferenz der Chefs der Schweizerischen Strassenverkehrsämter. Ein Engagement, das wir unserem Ehrenmitglied und damaligen Vorsteher der MFK Solothurn, Hans Morf, zu verdanken hatten.

 

Zwei ganztägige Trainingslager im Hohberg, mit anschliessender Vereinsmeisterschaft, sowie die Inspektion durch Adj Uof Alex Haefeli galten spezifisch den Vorbereitungen auf das Eidgenössische Fest vom 16. bis 18. Juni in Wil. wie bereits vor vier Jahren in Visp, war der Wettergott auch den Organisatoren von Wil nicht hold gesinnt. Zur Erinnerung sei hier unser Präsident zitiert, der in seinem Jahresbericht schreibt: «Schade, dass uns die Regenstürme die Festlaune gründlich verdarben und wir von Kampfgericht zu Kampfgericht komplett durchnässt wurden.» Doch all diesen äusseren Widerwärtigkeiten zum Trotz wusste unser Verein durch sein Auftreten und seine gekonnten trommlerischen Darbietungen zu überzeugen. Mit 28 Mann, der zahlenmässig weitaus grössten Sektion, erspielte man sich in der höchsten Kategorie den ehrenvollen dritten Schlussrang. Damit hatte unser Instruktor Hans Balmer sein Ziel, den dritten Rang von Visp zu verteidigen, erreicht. Leicht hätte es mehr sein können, trennten uns doch nur 0.10 Punkte vom zweitklassierten Gossau. Mit der Feststellung, den Ruf als Spitzenverein im Eidgenössischen Tambourenverband gewahrt zu haben, darf dieses Fest als Erfolg in die Annalen unserer Vereinsgeschichte eingehen.

Für unsere Jungen galt eine intern durchgeführte Meisterschah als Auftakt zum ZTPV-Jungtambouren- und Pfeiferfest vom 23./24. September in Biberist. Auch unser Nachwuchs schlug sich in Biberist prächtig und belegte in der Kategorie B mit einer Beteiligung von 15 Gruppen den ehrenvollen dritten Rang.

 

Ein ehrenvolles Engagement für den Tambourenverein bedeutete auch die Teilnahme an den Feierlichkeiten zu Ehren des zum Ständeratspräsidenten gewählten Solothurners Dr. Ulrich Luder.

 

Im Verlaufe des Jahres durften auch einige Kameraden mit dem verdienten Ständchen zum jeweiligen Geburtstag geehrt werden. So Ruedi Zingg zu seinem 50., Willy Kohler zum 60., Fritz Haudenschild zum 60. und Walter Morand zum 50. Nicht vergessen auch das Ständchen beim Bürgerspital für Ehrenmitglied Arthur Walther.

Der für unsere Vereinsfinanzen damals noch wichtige Lottomatch, der beliebte Benzenjass und der mit einer Rekordbeteiligung von 70 Personen gestaltete Familienabend beschlossen ein reichbefrachtetes Tätigkeitsprogramm.

 

Eine besondere Ehrung wurde dem Tambourenverein im Berichtsjahr zuteil durch die Ernennung zum Ehrenmitglied der befreundeten Stadtmusik Konkordia.

 

 

1979

Mit der Generalversammlung vom 19. Januar in unserem Stammlokal Restaurant Walliserkanne standen wir am Beginn eines festlosen Jahres, das gleichwohl geprägt war von einer regen Vereinstätigkeit. Einzig unseren Jungtambouren blieb es vorbehalten, unsere Farben an ihrem Verbandsfest in Steinen zu vertreten

 

Einstimmig beschlossen die Aktiven die geplante Frankreich-Reise mit dem Ziel, in Tours an den dortigen Feierlichkeiten zu Ehren der Jeanne d'Arc teilzunehmen. Leider nicht mehr so einstimmig fiel in der Folge die Teilnahme der Aktiven aus, waren doch aus den verschiedensten Gründen Absenzen zu verzeichnen, was unseren Präsidenten zu einigen kritischen Bemerkungen in seinem Jahresbericht veranlasste.

 

Mit Reto Schultis durfte die Versammlung einen weiteren, vielversprechenden Jungtambour in den Aktivbestand aufnehmen Einstimmig beschloss man zudem, die Erhöhung des Mitgliederbeitrages von Fr. 12.- auf Fr. 20.- sowie die einführung eines Kursgeldes für die Ausbildung der Jungtambouren von Fr. 50.-, beinhaltend die Abgabe der Schlegel und des Übungsböcklis.

 

Bereits am Tage nach unserer Generalversammlung folgte der Auftritt im Saale des Restaurant St. Urs in Biberist zum Anlass des 65. Geburtstages unseres Ehrenmitgliedes Heinz Lehmann.

 

Der Auftritt am Konzert der befreundeten Stadtmusik Konkordia sowie die Ehrung unseres Gründer-Ehrenmitgliedes Walter Richard zu dessen 75. Geburtstag beschlossen die Aktivitäten vor Anbruch der närrischen Tage Honololus. Erstmals in der langen Tradition unserer Fasnachtsaktivitäten wurden die Masken von Grund auf selbst gefertigt, entworfen und modelliert von unserem Aktivmitglied Fritz Ritschard. Wie Präsident Ruedi Rebholz in seinem Jahresbericht festhielt, wurde das Sujet «Taterie - die Tat» von den Zuschauern schlecht verstanden und selbst der prächtige Tambourmajor als Frau Tat wurde mit spärlichem Applaus bedacht. Super jedoch unsere Schnitzelbank, die erstmals von vereinseigenen Narren «gebrüntselt» wurde.

 

Mit einem Hochzeitsständchen vor der Kirche in Herzogenbuchsee gratulierten wir am 7. April unserem Fritz Ritschard und seiner Elisabeth zum geschlossenen Bund der Ehe.

 

Dann waren sie da, die Tage vom 17. bis 21. Mai, die Tage der Frankreich-Reise, deren Vorbereitungen unserem Präsidenten einiges an Engagement abverlangt hatten. Doch vertieft man sich in den umfangreichen und glänzend verfassten Reisebericht von Roli Heim, darf man die berechtigte Feststellung machen, «Ende gut, alles gut». Waren es schliesslich doch 23 Tambouren, die sich mit Tambourmajor, Fähnrich, zwei Ehrendamen und einigen Mitreisenden per Autocar aufmachten, unseren Verein und mit ihm unsere Stadt Solothurn an den Feierlichkeiten zu Ehren der Jeanne d'Arc in Tours würdig zu vertreten. Eine Reise, wie der Berichterstatter abschliessend feststellt, die allen Beteiligten wohl unvergesslich in Erinnerung bleiben wird, zum Leidwesen der wenigen, die nicht dabei waren.

 

Schon kurz danach beteiligte sich eine Gruppe von Einzelkonkurrenten des Vereins am Westschweizerischen Tambourenfest in Neuenburg. Am gleichen Wochenende war eine Gruppe anlässlich der Delegiertenversammlung der Ornithologen im Konzertsaal engagiert, derweil sich weitere Mitglieder als Marschtambouren verschiedenen Musikkorps am kantonalen Musikfest in Dornach zur Verfügung stellten.

 

Weitere Auftritte bestritt der Verein im Auftrag unserer Stadt anlässlich der Solothurner Werbewochen in Interlaken sowie am «Tag der Aarestädte» im Rahmen der Feiern «700 Jahre Unterseen - oberste Stadt an der Aare».

 

Mit einem Ständchen beehrten wir zudem unser Ehrenmitglied Hans Challandes zu dessen 65. Geburtstag.

 

15 Jungtambouren reisten vom 1. bis 2. September nach Steinen, um sich an ihrem Verbandsfest des ZTPV zu beteiligen. Erstmals standen sie unter der Leitung unseres damals erst 16- jährigen François Scheidegger und ertrommelten sich im Gruppenwettkampf der Kategorie A den sechsten Rang.

 

Ein schöner Erfolg unseres jungen François, der zudem mit dem ersten Rang im Einzelwettspiel der höchsten Kategorie seiner Leistung die Krone aufsetzte.

 

Am Tag der Inspektion durch Adj Uof Alex Haefeli, am 16. November, musste der Verein Abschied nehmen von seinem Ehrenmitglied Hans Müller, der zusammen mit seiner Gattin durch einen tragischen Autounfall ums Leben kam. Als Organisator seiner beliebten Lottoveranstaltungen bedeutete sein Ableben nicht nur für uns, sondern auch für viele andere städtische Vereine ein grosser Verlust. wir werden Hans und seiner Gattin ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Mit der Gruppenmeisterschaft des ZTPV und den gewohnten internen vereinsanlässen neigte sich auch dieses Jahr seinem Ende zu.

 

Den Schlussakzent setzten unsere Jungtambouren mit ihrem vielbeachteten Auftritt am Schlusskonzert der Jugendmusik der Stadt Solothurn.

 

 

1980

Die vom Vorstand lancierte Aktion, den Aktiven den Erwerb eines eigenen Instrumentes zu erleichtern, fiel auf fruchtbaren Boden. Zehn Mitglieder machten von diesem Angebot Gebrauch, womit die Vorstandssitzung vom 11. Januar beschloss, in diesem Sinne zehn Basler Trommeln mit Zubebör zu beschaffen. Das bereits früher genehmigte Trommel-Reglement besagt, dass jeder Interessent einen Kostenbeitrag von Fr. 300.- zu leisten hat, wonach das Instrument nach zehnjähriger ununterbrochener Vereinstätigkeit ins persönliche Eigentum übergeht.

 

Mit der Generalversammlung vom 18. Januar stand man wieder einmal an der Schwelle eines Festjahres, das den Aktiven eine vermehrte Probentätigkeit abverlangte. Mit Rene Sutter konnte ein weiterer Jungtambour in den Aktivbestand aufgenommen werden.

 

Eine Neuerung beschloss die Generalversammlung mit der Einführung eines Probejahres für Jungtambouren. Letztere sollen damit die Gelegenheit erhalten, im Jahr vor der Aufnahme in den Aktivbestand die Proben und Anlässe mit der Stammsektion zu bestreiten. Nach zwanzigjähriger Mitgliedschaft durfte Vizepräsident und Vizeinstruktor Max Brunner die Aktiv-Ehrenmitgliedschaft entgegennehmen.

 

Für treu geleistete Dienste wurde unser langjähriger Fondsverwalter Heinz Jenzer zum Ehrenmitglied ernannt.

 

Nach dem geselligen Ski-Weekend auf der Metsch bei Lenk nahte bereits die Fasnacht, die sich in diesem Jahr mit den Tagen vom 14. bis 20. Februar sehr früh ankündigte. Mit dem Sujet «Riis und Zucker, Späck und Brot, das alles g'hört i Notvorrot» befasste man sich mit den damaligen Querelen rund um die Beschaffung von Notvorräten.

 

Die ebenso früh, am 20. April angesetzte Inspektion durch Adj Uof Alex Haefeli diente in ihrer Gestaltung vornehmlich den Vorbereitungen auf das bevorstehende Verbandsfest in Stans.

 

Mit je einem Ständchen beehrte der Verein Gründer-Ehrenmitglied Werner Wicki zu seinem 70. und Ehrenmitglied Fritz Schneider zu seinem 50. Geburtstag.

 

Ein letztes ganztägiges Trainingslager im Hohberg leitete über zum 14. ZTPV Verbandsfest, das vom 13. bis 15. Juni in Stans stattfand.

 

Erstmals in der Geschichte unserer Regional-Verbandsfeste und erstmals nach zwölf ununterbrochenen Festsiegen mussten wir uns diesmal mit dem zweiten Schlussrang begnügen. Ein Umstand, der unserer Freude über diesen Rang keinen Abbruch tat, durften wir doch den Festsieg unseren Nachbarn, dem befreundeten Tambourenverein Biberist überlassen.

 

Eine vorzügliche Klassierung erreichte wiederum François Scheidegger mit seinen Jungtambouren, die sich in ihrer, zehn Gruppen umfassenden Konkurrenz den vierten Rang erspielten.

 

Schon kurz nach dem Verbandsfest durfte der Verein in offizieller Mission unsere Stadt vertreten im Rahmen der Wackerpreis-Verleihung in Solothurn sowie am offiziellen Solothurner Tag der Grün 30-Gartenbauausstellung in Basel.

 

Am 16. August beehrten wir unseren Aktiven Rene Schiegg und seine Braut Käthy mit einem Hochzeitsständchen.

 

Der Lottomatch, der Benzeniass und eine besinnliche Waldweihnachtsfeier im Kreise unserer Familien führten hin zum letzten Anlass des Jahres, dem Geburtstag unseres Ehrenpräsidenten Hermann Walther. Zu den Feierlichkeiten zum 70. Geburtstag unseres Jubilars versammelten sich an die hundert Gäste im Vereinshaus des Tambourenvereins Biberist. Der Tambourenverein Biberist, die Stadtmusik Solothurn, Vertreter aus der Verbandsspitze, sie alle feierten mit uns im Kreise einer illustren Gästeschar den Ehrentag unseres Hermann. Nebst den vertretern der geladenen Vereine würdigte unser Ehrenmitglied Heinz Lehmann in seiner gewohnt markanten Art und Weise die grossen Verdienste, um die sich der Geehrte im gesamtschweizerischen Trommelwesen und im Dienste seiner geleisteten Öffentlichkeitsarbeit verdient gemacht hat.

 

 

Mit der Uraufführung des Marsches «Ambassodor», komponiert zu Ehren des Jubilars von seinem ehemaligen Trommelschüler François Scheidegger, war zweifelsohne ein weiterer Höhepunkt der Feierlichkeiten erreicht.

 

Den markanten Schlusspunkt setzte der Geehrte persönlich mit der Übergabe eines Checks an unseren Präsidenten, verbunden mit dem Wunsche, den Betrag in Form einer Hermann Walther-Stiftung zu verwenden. Hermann wir danken Dir. Es ist müssig, alle Deine Verdienste hier nochmals aufzuführen, Dein Name wird unauslöschlich mit dem Tambourenverein Solothurn verbunden bleiben.

 

 

 

1981

Ein festloses Jahr, das mit dem Ständchen zum 60. Geburtstag von Aktiv-Ehrenmitglied Otto Furrer eröffnet wurde.

 

Die Generalversammlung vom 23. Januar warf keine hohen Wellen, kündigte sich doch ein eher ruhiges Vereinsjahr an. Erfreulicherweise durfte die Generalversammlung mit Patrick Egger, Fredy Kohler und Thomas Kläy drei Jungtambouren nach bestandenem Pflichtjahr in den Aktivbestand aufnehmen.

 

Ernst Lobsiger, unser langjährige Fähnrich, durfte in Anerkennung seiner treu geleisteten Dienste die Ehrenmitgliebschaft entgegennehmen.

 

Wegweisend für die Zukunft wurde zudem beschlossen, Geburtstagsständchen nur noch auf wirklich runde Jubiläumsjahre zu beschränken.

 

An den Fasnachtsumzügen beteiligte sich der Verein mit seinem Sujet «Mami si bohre glich». vornweg der prächtige Tambourmajor als «Schwizermami», gefolgt von den Tambouren als Kinder ohne Karies. Eine wie gewohnt grosse und farbige Gruppe, aufgesetzt breitgrinsende Masken, stolz die weissen makellosen Zähne zeigend.

 

Am 7. März erfreuten wir mit einem Hochzeitsständchen vor der Jesuitenkirche Ueli Bucher und seine Braut Anita.

 

Am 28./29. März verreiste der Verein bereits wieder nach Frankreich, mit dem Ziel Chalon s/Saone, um als Gast, zusammen mit der Stadtmusik Konkordia, die dortigen Karnevolstage zu beleben. Durchzogenes Wetter, strapaziöse Auftritte und Umzüge waren zusammengefasst das Verdikt dieser Reise, wie dem umfangreichen Reisebericht von Thomas Fröhlicher zu entnehmen ist. Doch soll die Pflege der Kameradschaft, gemeinsam mit den Konkordianern, keinesfalls zu kurz gekommen sein.

 

Bekanntlich befand man sich auch im Jubeljahr des Kantons mit diversen Feierlichkeiten zur 500-jährigen Zugekörigkeit zur Alten Eidgenossenschaft. Den ersten Grossanlass im Rahmen dieser Feiern bestritt der Verein in Metzerlen bereits anfangs Mai.

 

Mit einem Ständchen gratulierte der Verein seinem Ehrenmitglied Fritz Schneider zur Wahl in den Regierungsrat.

 

Am 23./24. Mai durfte der Tambourenverein Solothurn in offizieller Mission den Zentralschweizerischen Tambouren- und Pfeiferverband (ZTPV) anlässlich der 50Jahr-Feiern des Tambourenvereins Domat-Ems vertreten.

 

Mit einem Auftritt durften wir anlässlich der offiziellen Regierungsratsfeier im Landhaus unserem Ehrenmitglied Fritz Schneider nochmals die Referenz erweisen.

 

Am 5./6. Juni wirkte der Verein mit am Fest der Uniformenweihe der Stadtmusik Solothurn.

 

Je eine Gruppe von Aktiven und Jungtambouren beteiligte sich am Ostschweizerischen Tambourenfest in Uzwil.

 

In der TV-Livesendung vom 20. Juni wusste sich der Verein sehr vorteilhaft zu präsentieren. Sauberes Auftreten, gepaart mit überzeugender trommlerischer Leistung, hinterliess einen tadellosen und nachhaltigen Eindruck.

 

Die Tage vom 5./6. September standen ganz im Zeichen der 500-Jahr-Feiern des Kantons Solothurn. Nach der offiziellen Feier im Konzertsaal durften wir die Gäste und Delegationen aus Bund und Kantonen in einem Festzug ins Landhaus begleiten.

 

Im Anschluss überbrachten wir unserem Aktiv-Ehrenmitglied Ruedi Zingg Genesungswünsche, verbunden mit einem Ständchen beim Bürgerspital.

 

Bei strahlendem Wetter konnte am Sonntag, als Höhepunkt der Feiern, der folkloristische Festzumzug durchgeführt werden. Riesige, applausfreudige Zuschauermassen säumten die gesamte Umzugsroute. Ein erhebendes Erlebnis, hier, getragen von dieser Begeisterungswelle, dabei sein zu dürfen.

 

Am 17. September durften wir unser Aktiv-Ehrenmitglied Walter Christen mit dem wohlverdienten Ständchen zum 60. Geburtstag beehren.

 

Das Wochenende vom 26./27. September gehörte unseren Jungtambouren mit ihrem Fest in Münsingen. Mit ihrem Leiter Hans Balmer belegten sie in der Kategorie A den ehrenvollen dritten Rang. Die B-Formation, unsere Jüngsten, unter Ueli Lisser, rangierte auf Platz 12.

 

Ein Geburtstagsständchen zum 60. galt unserem Ehrenmitglied Albert Leibundgut. Mit Auhritten in verschiedenen Gaststätten der Stadt erfüllte man einen Auftrag der Stadtbehörden im Rahmen des Städtetages vom 30. Oktober.

 

Am 10. November stellte sich die Sektion Ad; Uof Alex Haefeli zur obligaten alljährlichen Inspektion.

 

 

An der ZTPV-Gruppenmeisterschaft vom 28. November in Bern vermochten sich alle unsere teilnehmenden Gruppen in der vorderen Hälfte der Teilnehmerliste zu klassieren.

 

Mit einem Ständchen zu seinem 75. Geburtstag beehrten wir unser Gründer-Ehrenmitglied Hans Rutschmann.

 

Der Lottomatch erforderte nochmals den Einsatz aller, bevor das Vereinsjahr mit den üblichen internen Anlässen wie Benzenjass, Familienabend und Waldweihnachten abgeschlossen werden konnte. Letzterer Anlass musste zudem des schlechten Wetters wegen ins Probenlokal verlegt werden, was seiner feierlichen Bedeutung jedoch keinen Abbruch tat.

 

 

 

1982

Mit der Generalversammlung vom 22. Januar im Stammlokal Restaurant Walliserkanne stand man wieder einmal an der Schwelle eines Festjahres, denn für unseren Verein selbstverständlich, beschlossen die Aktiven einstimmig, die Teilnahme am Eidgenössischen Verbandsfest in Schwyz.

 

Eintritte an der diesjährigen Generalversammlung waren keine zu verzeichnen, jedoch konnten sieben Jungtambouren ihr Pflichtjahr antreten, mit der Option auf Aufnahme an der nächstjährigen Generalversammlung. Ein schöner Beweis unserer gezielten Jugendausbildung, waren doch diese Jungen technisch bereits so gereift, dass sie unsere Reihen bereits am kommenden Eidgenössischen verstärken durften.

 

leider hatte die Generalversammlung die Demission unseres Willy Kohler als Tambourmajor entgegenzunehmen. Das Amt konnte noch nicht definitiv besetzt werden und blieb vorerst vakant.

 

Am 12. Februar konnte Gründer-Ehrenmitglied Walter Geiser seinen 75. Geburtstag begehen. Das verdiente Ständchen wurde ihm am Fasnachtssonntag in närrischer Aufmachung dargeboten.

 

Für die Fasnachtsumzüge selbst stürzte sich der Verein für einmal nicht in allzugrosse Unkosten. Getreu dem Motto «Mir Individualischte mischte hür mol üsi Gschichtechischte» trug man bunt gemischt aufgemöbelte Kostüme und Masken aus unserem reichen Fundus früherer Narrenbekleidungen zur Schau. Es zeigte sich in der Folge, dass es für einmal auch so ging.

 

Eine ausserordentliche Vereinsversammlung vom 26. März stellte wichtige weichen für die Zukunft, denn bereits wurden die ersten Vorarbeiten für die Fasnacht 1983 beschlossen und zugeteilt. Dies deshalb, weil das schon seit langem geplante Narrenkostüm eines «Plätzlibajass» sehr aufwendig und arbeitsintensiv sei.

 

Bereits befasste man sich mit der Idee zur Anschaffung einer neuen Vereinsfahne, da der alten keine neue Reparatur mehr zugemutet werden konnte. Ehreninstruktor Hermann Walther meldete sich als Spender der ersten tausend Franken. Als neuen Tambourmajor wählte die Versammlung unseren ehemaligen Aktiven Franz Lang, der mit unserem Metier ja bestens vertraut war. Des weiteren beschloss die Versammlung, die Organisation des ZTPV-Jungtambouren- und Pfeiferfestes 1983.

 

In Bern durfte unser Freund und Ausbilder vieler Militärtambouren, alt-Tambourinstruktor Alfred Flach, seinen 80. Geburtstag feiern.

 

Die intensive Probentätigkeit auf das Eidgenössische wurde wohltuend unterbrochen durch die Feier der Fahnenweihe des befreundeten Tambourenvereins Burgdorf, wo unserem Verein die ehrenvolle Berufung zur Patensektion zuteil wurde.

 

Ganziägige Proben im altbekannten Hohbergwald und die vorgezogene Inspektion durch Ad; Uof Alex Haefeli boten nochmals Gelegenheit zu letzten Retouchen an den Wettspielvorträgen.

 

Vom 1. bis 4. Juli galt es ernst. Frohgelaunt und in der Gewissheit einer seriösen Festvorbereitung zog der Verein denn auch nach Schwyz. Mit dem einmaligen Rekord von 29 aktiven Tambouren stellte unser Verein die weitaus grösste Sektion im Wettkampf der Kategarie A. Mit dem unserem Ehrenpräsidenten Hermann Walther gewidmeten Marsch «Ambassodor», komponiert von unserem Fransois Scheidegger und uraufgeführt an einem Fest, erzielte unser Verein die Höchstnote aller Sektionen.

 

Mit dem zweiten Schlussrang hinter den siegreichen Kameraden aus Gossau durfte der Tambourenverein Solothurn zufrieden und stolz sein, legte er doch Zeugnis ab von einer reifen Spitzenleistung. Das Quentchen Glück spielt eben auch bei uns, wie im Sport, oftmals eine entscheidene Rolle.

 

Anlässlich des Festes durften Charly Kohler, Max Brunner und Instruktor Hans Balmer die Ehrung zum eidgenössischen Veteranen entgegennehmen.

 

Ein honorierter Auftritt, historisch komplett, im Rahmen einer von den SBB organisierten Folklorereise, leitete dann über in die wohlverdienten Sommerferien.

 

Am 30. September hatte der Verein einen Auftritt zum Anlass der schweizerischen Polizeikommandanten-Konferenz im Landbaus.

 

Am 2./3. Oktober bestritten unsere Jungtambouren die Wettspiele an ihrem Verbandsfest in Balsthal. Unsere A-Formation belegte unter der Leitung von François Scheidegger den dritten, die B-Formation unter Ueli Lisser den sechsten Rang.

 

Die ST V-Delegiertenversammlung vom 16. Oktober in Emmen wählte zum neuen Zentralpräsidenten den Walliser Armand Zenhäusern aus Visp. Eine vorzügliche Wahl, die sich in den folgenden Jahren mehr als bestätigen sollte.

 

Am 4. November mussten wir Abschied nehmen von unserem Gründer-Ehrenmitglied Walter Richard aus Langendorf. Ehre seinem Andenken.

 

Eine besondere Ehrung wurde dem Kanton Solothurn zuteil mit den Wahlen von Dr. Franz Eng aus Günsberg zum National- und Walter Weber aus Derendingen zum Ständeratspräsidenten. Fürwahr, eine seltene Konstellation und grosse Ehrung, die zwei verdienten Solothurnern zuteil wurde. Am Empfang vom 1. Dezember und den anschliessenden Feierlichkeiten zu Ehren dieser Mitbürger durfte auch unser Verein teilhaben.

 

Mit den obligaten vereinsinternen Anlässen und der Teilnahme unserer Jungtambouren am Jahreskonzert der städtischen Jugendmusik wurde dieses bedeutungsvolle Vereinsjahr abgeschlossen.

 

 

1983

Sieht man vom 10. Jungtambouren- und Pfeiferfest ab, welches vom 10. bis 11. September von uns organisiert wurde, stand man für einmal am Beginn eines festlosen Jahres. Die Generalversammlung vom 21. Januar hatte die Demission unseres Instruktors Hans Balmer entgegenzunehmen. Während zehn Jahren stand Hans als versierter technischer Leiter unserem Verein zur Verfügung. Mit seinen Charaktereigenschahen, gepaart mit seinem technischen und theoretischen Können und Wissen war Hans für dieses Amt geradezu prädestiniert. All die vielen Erfolge des Vereins unter seiner Leitung legen davon bleibendes Zeugnis ab.

 

Als sein würdiger Nachfolger wurde einstimmig der junge, aus unserem eigenen Nachwuchs hervorgegangene Fransçois Scheidegger gewählt. Eine Wahl, die sich aufs Schönste bestätigte, wie die kommenden Jahre zeigen sollten.

 

Wiederum durfte die Generalversammlung mit Silvio Zanetti, Kurt Meister, Frank Allemann und Michael Stocker vier Jungtambouren in den Aktivbestand aufnehmen. Mit Fritz Schnyder und Hans Romann durften zwei ehemalige Aktive, die zwischenzeitlich beruflich ortsabwesend waren, erneut aufgenommen werden.

 

Anlässlich der Delegiertenversammlung des Zentralschweizerischen Tambouren- und Pfeiferverbandes vom 29. Januar wurde unser Instruktor François Scheidegger in die technische Kommission gewählt.

 

Angesichts seines 60- jährigen Bestehens bestritt der Verein die Fasnacht 1983 mit seinem eigenen Motto «Zur Freud vo jedem Narre-Ohr, drummle mir sit sächzig Johr». Im Kostüm des selbstgeschneiderten, viel Aufwand erfordernden «Plätzlibajass» bot die grosse, geschlossene Gruppe von Tambouren ein buntes, farbenprächtiges Bild.

 

Am 30. April war eine Vereinsdelegation zu Gast beim befreundeten Tambourenverein Biberist zu dessen 75-jährigem Vereinsjubiläum.

 

Eine Gruppe von Einzelwettkämpfern beteiligte sich am Westschweizerischen Tambourenfest vom 3. bis 5. Juni in Fribourg.

 

60 und 65 Jahre sind ein Grund zum Feiern, unter diesem Motto bescherte uns gemütliche Stunden am 21. Juni unsere Stammlokal-Wirtefamilie Elisabeth und Fritz Haudenschild-Meyer.

 

Im Hinblick bereits auf das nächste Zentralschweizerische Fest hatte sich Instruktor François Scheidegger mit der Komposition «Edinburgh» ein grosses Ziel gesetzt. Verschiedene Gruppen mit je einem verantwortlichen Leiter sollten ausserhalb der normalen Probentätigkeit jedem Einzelnen ermöglichen, die schweren technischen Abläufe der Komposition zu erlernen. Fürwahr, eine weise Vorausplanung.

 

Am 4. August verschied in Langendorf Ernst Kunz, der langjährige Regisseur unserer ehemals bestbekannten Theaterguppe. Ehre seinem Andenken.

 

Die Tage vom 10. und 11. September gehörten einmal mehr den Jungen. Unserem Verein fiel die Ehre zu, unter der Führung unseres Ehrenmitgliedes Hans Morf als OK-Präsident das 10. ZTPV-Jungtambouren- und Pfeiferfest zu organisieren. Ein Anlass, der von allen Vereinsmitgliedern den letzten Einsatz erforderte. Das bestens organisierte Fest hinterliess einen nachhaltigen Eindruck. Der Nachwuchs unseres Verbandes wusste sich, vor allem auch was Disziplin anbelangt, ins beste Licht zu rücken.

 

Im Gruppenwattspiel der Kategorie A vermochten sich die Jungtambouren unseres Vereins unter der Leitung von Hans Balmer im dritten Rang und in der Kategorie B unter Ueli Lisser im siebten Rang zu klassieren.

 

Am 22. Oktober erfreute der Verein seinen Kassier Thomas Fröhlicher und dessen Braut Pia vor der Kirche in Arch mit dem verdienten Hochzeitsständchen.

 

Zur obligatorischen Inspektion durch Adj Uof Alex HaeUli hatte der Verein am 18. November anzutreten.

 

Am Tag darauf, am 19. November, beteiligten sich zwei Gruppen an der ZTPV Gruppenmeisterschaft in Biberist.

 

Auf den Benzenjasset, den Lottomatch und den geselligen, wohlgelungenen Familienabend folgte nochmals ein grosser Tag für unseren Kanton. Am 14. Dezember durfte unser Verein mitwirken am Empfang und den Feierlichkeiten zu Ehren unseres zum Bundesrat gewählten Mitbürgers Dr. Otto Stich aus Dornach. Hier sei der Ausspruch eines damaligen Politikers zitiert, der meinte, dass der Kanton Solothurn wohl auf solche Feiern abonniert sei.

 

Mit der schon bald zur Tradition gewordenen Waldweihnacht im «Fallernhölzli» bei Rüttenen klang dieses Jahr in besinnlichem Rahmen aus.

 

 

 

1984

Mit der Generalversammlung vom 20. Januar im Stammlokal Restaurant Walliserkanne wurde ein reich befrachtetes Vereinsjahr offiziell eröffnet. Präsident Ruedi Rebholz liess zu Beginn seines Jahresberichtes gleich durchblicken, dass dies unwiderruflich, nach elf Jahren, sein letztes Präsidialjahr sein werde.

 

Aus dem Aktivbestand konnten für 20-jährige treue Mitgliedschaft Hanspeter Kübli und Franz Lang die verdiente Aktiv-Ehrenmitgliebschaft entgegennehmen. Für langjährige, dem Verein uneigennützig geleistete Dienste wurden Fritz Haudenschild sen., Wilhelm Fleig und Jürg Lanz in den Kreis unserer Ehrenmitglieder aufgenommen.

 

Schon einen Tag nach der Generalversammlung durfte unser Verein im Saale des Restaurant St. Urs in Biberist seinem Ehrenmitglied Heinz Lehmann zum 70. Geburtstag gratulieren. Es war ein rauschendes Fest, das im Beisein vieler Vertreter aus Vereinen und Verbänden über die Bühne ging. Die Feierlichkeiten legten nachhaltiges Zeugnis ab von den unermesslichen Verdiensten, um die sich der Geehrte auf kulturellem wie politischem Gebiet bis weit über die Grenzen seines Wohnortes hinaus verdient gemacht hatte.

 

Trauerarbeit hatte der Verein am 27. Januar zu verrichten, mussten wir doch unser Ehrenmitglied Walter Christen-Schwägli im Alter von erst 63 Jahren auf seinem

letzten Gang in Deitingen begleiten. Mit Walti verloren wir einen liebenswerten Kameraden, der seinem Verein über Jahrzehnte nicht nur als Tambour, sondern auch mit seinen geschickten handwerklichen Fähigkeiten treu gedient hatte. Ehre seinem Andenken.

 

Für die närrischen Tage vom 1. bis 8. März lieferten uns die Querelen um die letztjährige Bundesratswahl die Ideen für das diesjährige Sujet. Mit dem Motto «Jetz schnäll ä Frau i Bundesrot, denn wär weiss, was üs süsch no droht» hatte unser Fasnachtskomitee den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf getroffen.

 

Die Inspektion durch Adj Uof Alex Haefeli vom 8. Mai wurde im üblichen Rahmen abgewickelt, stand jedoch in der Programmgestaltung ganz im Zeichen der Vorbereitungen für das bevorstehende ZTPV-Verbandsfest.

 

Am 17. Mai durfte unser Verein im Auftrag der Regierung die Konferenz der kantonalen Militärdirektoren mit einem Ständchen beehren.

 

Die geplante ganztägige Probe mit Vereinsmeisterschaft vom 20. Mai, im Sinne einer Vorprobe für das kommende Verbandsfest, musste des schlechten Wetters wegen in der MFK-Halle in Bellach durchgeführt werden.

 

Der am 1. Juni vom dortigen Tambourenverein in Laupersdorf organisierte Sternmarsch unter Mitwirkung der Vereine aus Balsthal, Biberist und Solothurn diente dem Zweck, die Bevölkerung auf das bevorstehende Verbandsfest in Biberist aufmerksam zu machen.

 

Fünf Kameraden verdienen es, für selbstlos geleistete Fronarbeit hier festgehalten zu werden. Seit Januar bis Ende Mai konstruierten sie 30 neue Uebungsböckli auf einer Stahlrohrkonstruktion, in der Höhe verstellbar, mit Notenhalterblatt aus Sperrholz. Unter der Leitung unseres Schlossers Urs Galli, der auch seine Werkstatt zur Verfügung stellte, werkten die weiteren Kameraden Hans Romann, Willy Mollet, Reto Schultis und Rene Schiegg. Die Vereinskasse wurde nur mit den Materialkosten belastet.

 

Die ganztägige Probe im Hohbergwald vom 3. Juni, am Nachmitiag aufgelokkert durch einen von Fritz Schnyder organisierten Plauschwettkampf, diente der Festvorbereitung sowie der Pflege der Kameradschaft und der Geselligkeit.

 

Das Wochenende vom 15. bis 17. Juni stand ganz im Zeichen des 15. 7entralschweizerischen Tambouren- und Pfeiferfestes in Biberist. Für unseren Verein wurde der Anlass zu einem durchschlagenden Erfolg. Mit dem Paradestück «Edinburgh» als freigewählte Wettspielkomposition wurde der Verein seiner Reputation gerecht und erspielte sich in überlegener Manier den absoluten Festsieg. Der im Rahmen des Festes durchgeführte Gruppenwettkampf für Jungtambouren brachte unseren Jungen unter der Leitung von Thomas Kläy den vierten Schlussrang unter elf gestarteten Gruppen.

 

Am 22./23. Juni engagierten sich Mitglieder des Vereins als Service-Equipe am «Märetfescht» in Solothurn. Ein willkommener Zustupf in die Vereinskasse war der Lohn des Einsatzes.

 

Am 30. Juni schlossen unser Roli Heim und seine Jacqueline den Bund fürs Leben. Mit einem Ständchen vor der Peterskopelle in Solothurn durften wir ihnen zu ihrem Schritt ins gemeinsame Leben gratulieren.

 

Mit einem Ständchen zu seinem 70. Geburtstag beehrten wir am 19. Juli unser Ehrenmitglied Hans Challandes in Grenchen.

 

Ein rauschendes Fest bot das Wochenende vom 25./26. August in Basel. Unter dem Slogan «das grösste Cliquenfest aller Zeiten» feierte die VKB-Clique Basel ihr hundertjähriges Bestehen. Eine grosse Ehre für den Tambourenverein Solothurn, zusammen mit vielen Gruppen aus dem In- und Ausland dazu eingeladen worden zu sein.

 

Einen weiteren Auftritt bescherte dem Verein am 31. August das Vorstadtfest, wo unser Ehrenmitglied Hans Morf als OK-Präsident amtete.

 

Einen nicht alltäglichen Auftritt bestritten wir anlässlich der Tagung des Zwillings-Vereins im Landhaus. Unumwunden stellte man fest, noch nie so ausgeprägt doppelt gesehen zu haben.

 

Den Herbst hindurch, bis hin zum Lottomatch vom 1./2. Dezember, hatte der Verein noch diverse Verpflichtungen zu erfüllen, wobei zum Teil auch Gruppen eingesetzt werden konnten.

 

Mit dem alljährlichen geselligen Benzenjasset und der einen erfreulich grossen Aufmarsch verzeichnenden Waldweihnacht neigte sich dieses arbeitsreiche, aber für den Verein erfolgreiche Jahr seinem Ende zu. Erfolgreich auch für unseren Präsidenten Ruedi Rebholz, dessen elfjährige Präsidialzeit nicht schöner hätte ausklingen können.

 

 

 

1985

Die Generalversammlung vom 25. Januar im Stammlokal Restaurant Walliserkanne stand im Zeichen eines Wechsels an der Vereinsspitze. Somit ging eine elfjährige Präsidialzeit zu Ende, die man mit Berechtigung als Ära Rebholz bezeichnen darf Mit grossem Geschick, unter Einsatz all seiner ihn auszeichnenden Eigenschaften, stand Ruedi unserem Verein vor. Kein leichtes Unterfangen, wenn man bedenkt, dass er bei seiner Wahl in die Fusstopfen eines Hermann Walther treten musste. Mit berechtigtem Stolz darf Ruedi Rebholz auf die Jahre seines Wirkens zurückblicken. In Würdigung seiner grossen geleisteten Verdienste ernannte die Generalversammlung ihn denn auch zum Aktiv-Ehrenmitglied und Ehrenpräsidenten.

 

Eine verdiente Ehrung wurde auch Hans Balmer, dem lang jährigen Weggefährten von Ruedi Rebholz, zuteil. Für seinen zehnjährigen erfolgreichen Einsatz als Instruktor wurde Hans die Würde des Ehreninstruktors verliehen. Eine spezielle Würdigung erfuhr das Gespann Rebholz/Balmer durch den von unserem Instruktor François Scheidegger komponierten Trommelmarsch «Rebal» (Rebholz und Balmer = Reball. Die Notation des Marsches auf Kalbfell geschrieben und eingerahmt vom Reifen einer Basler Trommel, bildete das sinnvolle Geschenk an die Geehrten.

 

Zum neuen Präsidenten des Tambourenvereins Solothurn wählte die Versammlung einstimmig Roland Heim aus dem Bestand der Aktiven. wie sein Vorgänger ist auch Roli aus dem vereinseigenen Nachwuchspotential hervorgegangen, somit mit unserem Vereinsbetrieb bestens vertraut. All die Jahre bis heute, wo ich diese Zeilen zu Papier bringe, sollten zeigen, dass auch diese Wahl eine glückliche war Ein weiteres erfreuliches Traktandum bildete die Aufnahme der beiden Jungtambouren Daniel Grolimund und Philipp Läuppi in den Aktivbestand.

 

Aber auch auf Verbandsebene, im Zentralschweizerischen Tambouren- und Pfeiferverband, fand eine Wachtablösung statt. An der Delegiertenversammlung vom 26. Januar in Biberist demissionierte nach 16- jähriger Amtszeit der gesamte Vorstand. Mit dem Schreibenden als Sekretär und Arthur Walther als Kassier waren somit auch zwei Mitglieder unseres Vereins als Funktionäre im scheidenden Vorstand tätig. Neu wechselte der Verbandsvorstand in die Innerschweiz, mit Hans Käch aus Gerliswil als neuem Präsidenten Nachfolgend zeigte sich, wie nahe Freud und Leid oft beisammen sind. Am 28. Januar verschied in Luterbach in seinem 70. Altersjahr Leo Zeiter. Ieo, den älteren unter uns als liebenswerter Kamerad in Erinnerung, war auch ein begnadeter, weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannter Jodelexperte. Ehre seinem Andenken.

 

In Langendorf durften wir am 6. Februar unserem Gründer-Ehrenmitglied Werner Wicki zum 80. Geburtstag gratulieren.

 

An der Fasnacht vom 14. bis 20. Februar verschonten wir für einmal die Politszene und schenkten unsere Aufmerksamkeit einem der Lieblingskinder des Sports, der Fussballnationalmannschaft. Sie präsentierten sich prächtig am Umzug, die trommelnden Wölfe, gehorsam und willig nachfolgend ihrem Tambourmajor in der Maske des Trainers Paul Wolfisberg. Wie die Fasnacht war auch diese Euphorie bekanntlich nur von kurzer Dauer.

 

Abgesehen von der Probentätigkeit verliefen die Frühlingsmonate März/April in eher ruhigen Bahnen, überleitend zum Grossauftritt am kantonalen Schwingfest in Luterbach vom 11. Mai.

 

Gesellige Anlässe waren einmal mehr die Vereinsmeisterschaft vom 19. Mai im Hohberg sowie das Trainingswochenende vom 1./2. Juni in Ausserberg.

 

Am 8./9. Juni verreiste der Verein nach Herisau, um sich wieder einmal an einem Ausserverbandsfest, nämlich dem Ostschweizerischen, als Gast zu beteiligen. Ohne spezielle Probenvorbereitungen und frei vom Druck eines eigenen Verbandsfestes, belegte der Verein den dritten Schlussrang. Im Einzelwettspiel der verschiedenen Kategorien holte sich unser Verein neun Einzelkränze, wobei François Scheidegger in der höchsten Kategorie den vierten Platz belegte.

 

Mit grosser Freude und Genugtuung nahmen wir Kenntnis von der Wahl von Dr. Konrad Schwaller zum Staatsschreiber des Kantons Solothurn. Konrad Schwaller, damaliger Präsident der Stadtmusik Solothurn, war auch, und ist es heute noch, ein grosser Freund unseres Vereins. Gratulieren durften wir auch unserem Ehrenmitglied Fritz Schneider zur ehrenvollen Wiederwahl als Regierungsrat sowie unserem Fondsverwalter und Ehrenmitglied Heinz Jenzer zur erstmaligen Wahl in den Kantonsrat.

 

Mit unserem Engagement am «Märetfescht», der Teilnahme an der 1. August-Feier sowie dem Auftritt am Ambassodorenfest neigte sich der Sommer schon bald seinem Ende zu.

 

Am 14. September gratulierte der Verein mit einem Ständchen vor dem Kloster Visitation seinem Aktivmitglied Viktor Eggenschwiler mit seiner Braut Ruth zum geschlossenen Bund der Ehe.

 

Mit einem Grossaufmarsch von 32 Jungen, darunter auch Mädchen, beteiligte sich unser Nachwuchs an seinem 11. Verbandsfest vom 21./22. September in Küssnacht am Rigi. Unter der Devise «Beteiligung kommt vor dem Rang» bot man allen Mitgereisten die Gelegenheit, das kribbelnde Gefühl der Anspannung vor und während des Wettkampfes auszukosten. So belegte denn François Scheidegger mit seinen 14 Binggis im Gruppenwettspiel der Kategorie A den achten Rang. In der Kategorie B vermochten sich unsere Jüngsten unter der Leitung von Reto Schultis im 15. Rang zu klassieren.

 

Zu einem unvergesslichen Erlebnis gestaltete sich unsere Vereinsreise, die uns in den Tagen vom 1 I. bis 13. Oktober ins Elsass führte. Von unserem Fritz Schnyder vorzüglich vorbereitet und organisiert, lernten wir all die Schönheiten, aber auch die kulinarischen Genüsse unserer nördlichen Nachbarregion kennen. Jedoch auch beklemmende Gefühle im Gedenken an vergangene unselige Jahre wurden in uns wachgerufen beim Rundgang durch das ehemalige Konzentrationslager Struthof. Doch das Leben geht weiter und eine Reise ging zu Ende, die ihren Zweck, das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb unserer Tambourenfamilie zu festigen, vollauf erfüllt hatte.

 

Die Inspektion vom 15. Oktober durch Ad; Uof Alex Haefeli erhielt für einmal eine ganz besondere Note. Unser Inspizient brachte als Gast einen Berufskollegen mit, in der Person eines holländischen Tambour-lnstruktors.

 

Nebst den üblichen Anlässen gegen Ende des Jahres galt das Hauptinteresse dieser Tage dem Umbau und der Gestaltung unseres neuen Probenlokals. Bekanntlich mussten wir unseren Trommelkeller, der dem Verein über viele Jahrzehnte im Sankt-Ursen-Schulhaus zur Verfügung stand, auf Ende Jahr verlassen. Als Ersatz stellte der Staat Solothurn unserem Verein Räumlichkeiten im Untergeschoss des Amthauses Il zur Verfügung, an deren Um- und Neugestaltung bereits seit einiger Zeit fleissig im Frondienst gearbeitet wurde.

 

Am 19. Dezember konnte unser Ehrenpräsident und Ehreninstruktor Hermann Walther seinen 75. Geburtstag begehen. Gegen hundert geladenene Gäste, mit Delegationen aus Vereinen und Verbänden, gaben am 20. Dezember im Vereinshaus des Tambourenvereins Biberist dem Jubilar die Ehre. Für unseren Verein ein schöner und würdiger Abschluss des zu Ende gehenden Jahres.

 

 

1986

Mit der Generalversammlung vom 17. Januar stand der Verein an der Schwelle eines ereignisreichen Jahres. Der Umzug ins neue Probenlokal im Untergeschoss des Amthauses 11 konnte ab Mitte Januar vollzogen werden. Der endgültige Ausbau, vorab des Materialraumes, sollte sich jedoch in der Folge noch über etliche Monate erstrecken. Zusätzliche Belastungen bereiteten den Mitgliedern zudem die Vorbereitungen auf das Eidgenössische Fest in Burgdorf und unserem Nachwuchs stand der Besuch ihres Verbandsfestes in Möhlin bevor.

 

Für einmal hatte der Kassier einen erklecklichen Ausgabenüberschuss zu vermelden, hervorgerufen durch unumgängliche Investitionen zu Gunsten des neuen Proben- und Vereinslokals.

 

Als neue Aktivmitglieder konnten die Jungtambouren Bruno von Arx und Roland Windler aufgenommen werden.

 

Für zwanzig Jahre Aktivmitgliedschaft durfte Willy Ramel die verdiente Ehrenmitgliedschaft entgegennehmen.

 

Mit einem Präsent wurde Reto Schultis der Dank für seinen grossen Einsatz als Bauführer beim Lokalumbau ausgesprochen.

 

Ehrenpräsident Hermann Walther wurde von der Generalversammlung als OK-Präsident gewählt, für die im Herbst vom Verein zu organisierende Delegiertenversammlung des Schweizerischen Tambourenverbandes.

 

Die Fasnachtsumzüge vom 9. und 11. Februar führten wir als grimmig dreinblickende, furchterregende Piraten an. Mit unserem Sujet «Ues Pirate - chasch druf warte - fingsch scho bald i jeder Sparte» geisselten wir die damals ruchbar gewordenen Zustände um die ominösen Trinkgeldkässeli in der öffentlichen Verwaltung. Nachdem der Böögg sein Leben ausgehaucht hatte, begleitet von den wehmütigen Klängen der Hilarimusik und unserem mitfühlenden Trommeln, begann unverzüglich die seriöse Probenarbeit im Hinblick auf das kommende Eidgenössische.

 

zwei willkommene Anlässe dienten der Auflockerung des strengen Probenbetriebes: Zum einen der von Urs Galli organisierte Skiplausch auf der Engstligenalp, zum anderen das gesellige Fischessen an der Aare, organisiert von Willy Mollet.

 

Am 28. Juni, eine Woche vor dem Eidgenössischen, organisierte der Verein in unserer Stadt ein Treffen mit den übrigen, sich am Fest beteiligenden Sektionen aus unserem Kanton. Im Sternmarsch marschierten die Sektionen Balsthal, Biberist, Laupersdorf und Solothurn zum Marktplatz, um vor beachtlichem Publikum ihr Können, abgeschlossen mit einer Gesamtaufführung, zu demonstrieren.

 

Dem 19. Eidgenössischen Tambourenfest vom 3. bis 6. Juli war wie schon oft der Wettergott nicht allzugut gesinnt, wurde doch der Umzug total verregnet. Ein Trost, dass wenigstens die Wettkämpfe selbst bei meist gutem Wetter abgewickelt werden konnten.

 

Zieht man die zusätzliche Belastung der Mitglieder durch den sich über Monate hinziehenden Umbau des Probenlokals in Betracht, so durfte der erzielte vierte Schlussrang in der höchsten Kategorie als schöner und erfreulicher Erfolg gewertet werden. Zudem wurden neun Einzelkränze in den verschiedenen Kategorien errungen, wobei unser Präsident sogar zum Einzelsieger der Kategorie 2 avancierte.

 

Die anschliessenden wohlverdienten Ferien wurden unterbrochen durch unseren Auftritt auf der St. Ursentreppe im Rahmen der Bundesfeier.

 

Am 27./28. September beteiligten sich dreissig Jungtambouren an ihrem 12. ZTPV-Verbandsfest in Möhlin und vertraten dort unseren Verein sehr ehrenvoll und diszipliniert. Im Gruppenwettspiel der Kategorie A erreichte François Scheidegger mit seinen Jungen den ersten Rang. Mit dem zwanzigköpfigen Harst der Jüngsten klassierte sich Ueli Lisser im bemerkenswerten zwölften Rang. Bruno von Arx wurde gar Sieger der Kategorie C1 im Einzelwettspiel. Sieben Jungtambouren durften für ihre Leistung zudem den begehrten Kranz oder Zweig in Empfang nehmen. Die von Fritz Schnyder am 12. Oktober organisierte Jurawanderung vom Balmberg nach Oensingen bleibt als Nebelwanderung in der Erinnerung haften. Doch Fun, wie man heute sagen würde, hatten alle, die dabei waren.

 

Am 25. Oktober zeichnete der Verein verantwortlich für die Organisation der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Tambourenverbandes. Ein OK unter Ehrenpräsident Hermann Walther leistete vorzügliche Arbeit und schuf beste Rahmenbedingungen im Landhaussaal. Für sein Auftreten und die tadellose Organisation erhielt unser Verein lauter Lob und Anerkennung.

 

Zur diesjährigen Inspektion durch Ad; Uof Alex Haefeli hatte der Verein am 18. November anzutreten.

 

Der Lottomatch vom 22./23. November erbrachte wieder einmal ein erfreuliches finanzielles Ergebnis. Dies dank spezieller Werbeaktionen und des vermehrten Einsatzes aller Aktiven.

 

Der Familienparty-Abend vom 28. November, einmal mehr organisiert von Fritz Schnyder, erfüllte teilnahmenmässig nicht ganz die Erwartungen. Waren die Ferngebliebenen wohl festmüde?

 

Am 1. Dezember gratulierte eine Delegation unserem Gründer-Ehrenmitglied Hans Rutschmann in Langendorf zu seinem 80. Geburtstag.

 

Nach der bald zur Tradition gewordenen Waldweihnacht vom 12. Dezember folgte als letzter Anlass des Jahres die in bescheidenem Rahmen durchgeführte Einweihung unseres neuen Vereins- und Probenlokals. Die geladenen Gäste, die Vereinsmitglieder mit ihren Angehörigen, sie alle freuten sich am gelungenen Werk. Der Dank gebührt allen, die in irgendeiner Form mitgeholfen haben, unser Tambourenheim zu realisieren. Die Anstrengungen hatten sich gelohnt, unser Vereinslokal wurde zum Bijou, und ist es heute noch.

 

 

1987

Wenn unser Präsident in seinem Jahresbericht festhält, dass dieses festlose Jahr eher ruhig verlief, zeugt eine Rückschau dennoch von einer regen Vereinstätigkeit. 75 Zusammenkünfte waren nötig, um all den offiziellen und inoffiziellen Ansprüchen gerecht zu werden. Allein an die zwanzig Auftritte hatte der Verein zu bestreiten, wobei ab und zu auch Gruppen eingesetzt werden konnten. Eine intensive Probentätigkeit absolvierten unsere Jungtambourenleiter mit ihren Zöglingen im Hinblick auf deren Verbandsfest im kommenden Herbst.

 

Die Generalversammlung vom 23. Januar im Stammlokal Restaurant Walliserkanne hatte die Demission von Aktuar Fritz Ritschard und Vize-lnstruktor Ueli Lisser entgegenzunehmen. Während die Charge des Vize-lnstruktors mit Fritz Schnyder neu besetzt werden konnte, blieb das Amt des Aktuars verwaist. Bis zu dessen Wiederbesetzung würde jeweils ein Vorstandsmitglied als Protokollführer amtieren.

 

Infolge beruflich bedingten Auslandaufentbaltes (Australien), musste unser bewährte Kassier Thomas Fröhlicher für ein Jahr dispensiert werden. Seine Stellvertretung übernahm Ehrenmitglied Ruedi Zingg. Der Jungtambour Dominique Vögeli konnte als Aktivmitglied aufgenommen werden. Für 20-jährige treue Mitgliedschaft wurde Urs Galli zum Aktiv-Ehrenmitglied ernannt.

 

Für seine dem Verein seit Jahren geleisteten Dienste durfte Heinz Krause die Ehrenmitgliedschaft entgegennehmen. Heinz machte sich um unseren Verein besonders verdient in seiner beruflichen Stellung als Hauswart der MFK, wo der Verein bekanntlich des öftern Gastrecht geniessen darf.

 

Eine spezielle Ehrung erfuhr Ehrenpräsident Hermann Walther für das seltene Jubiläum seiner 60-jährigen Vereinsmitgliedschaft.

 

In seinem umfangreichen Abschlussbericht liess Reto Schultis als verantwortlicher Bauführer die verschiedenen Phasen des Umbaus unseres Vereinslokals Revue passieren. Dabei war zu erfahren, dass von den Vereinsmitgliedern um die 850 Stunden Fronarbeit geleistet wurden.

 

Am 12. Februar beehrten wir unser Gründer-Ehrenmitglied Walter Geiser mit einem Ständchen zu seinem 80. Geburtstag.

 

Die Fasnachtsumzüge bestritten wir mit dem Sujet «Mir trüebe Rüebe». Damit glossierten wir die damaligen Auseinandersetzungen unserer Landwirte mit der Zuckerrüben-Produktion.

 

Am 5. Mai stellte sich der Verein in der MFK-Halle zur alljährlichen obligaten Inspektion durch Adj Uof Alex Haefeli.

 

Am 28. Mai wurde unser langjähriges Aktiv-Ehrenmitglied Charly Kohler im engsten Familienkreis zu Grabe getragen. Ohne dass der Verein davon Kenntnis hatte, erlag Charly, fern von uns, einer schweren Krankheit. Charly war ein liebenswerter Kamerad, der unserem Verein auch viele Jahre im Vorstand diente. Bescheiden, still und leise wie er war, ist er von uns gegangen. Ehre seinem Andenken.

 

Am 6. Juni hatte der Verein einen attraktiven Auftritt im Stadion, anlässlich des Aufstiegsspiels FC Solothurn - FC Bern.

 

Die Mitwirkung am Paraplegikerfest in Solothurn am 13. Juni war für unseren Verein Ehrensache.

 

Eine zwölfköpfige Gruppe beteiligte sich als Einzelkonkurrenten am westschweizerischen Tambourenfest vom 26. bis 28. Juni in Montreux.

 

Das im Juli über zwei Wochen in Simplon-Dorf vom Schweizerischen Tambourenverband organisierte Juniorencamp wurde auch für sieben Jungtambouren unserers Vereins zum Erlebnis. Diese Jungen, aber auch ihre Jungtambourenleiter, durften auf diese Selektion stolz sein, waren doch die Anforderungen, die für eine Teilnahme berechtigten, sehr hoch gesteckt.

 

wie jedes Jahr war die Teilnahme des Vereins an der Bundesfeier Ehrensache. Eine Gruppe begleitete vom 14. bis 16. August die befreundete Stadtmusik Konkordia nach Genf an die Fete de Genéve.

 

Am 26./27. September wurde in Laupersdorf das 13. ZTPV-Jungtambouren- und Pfeiferfest ausgetragen. An die 35 Jungtambouren aus den verschiedensten Kursstufen unseres Vereins konnten am Fest teilnehmen. Glücklich ein Verein, der eine solche Nachwuchsförderung sein Eigen nennen darf. Angesichts der Tatsache, dass einige Junge erstmals das sprichwörtliche Festfieber verspüren mussten, durften alle mit dem Erreichten zufrieden und stolz sein. Im Gruppenwettkampf der Kategorie A erreichte Hans Balmer mit seinen Jungen den fünften Rang. Ueli Lisser mit seiner grossen 15-köpfigen Gruppe krönte deren Leistung in der Kategorie B mit dem vierten Rang.

 

Am 18. Oktober feierte der Tambourenverein Biel sein hundertjähriges Jubiläum, wozu auch unser Verein eingeladen wurde. Nach dem Empfang in Biel führte ein Umzug zum Kongresshaus, wo auch der eindrucksvolle Festakt stattfand.

 

Die Vereinsmeisterschaft vom 7. November, von unserem Organisationstalent Fritz Schnyder mustergültig gemanagt, wurde erstmal in zwei Teilen ausgetragen. Der erste Teil, das Wettrommeln, litt unter miserablem, nasskaltem Wetter. Auch das schützende Dach konnte, wie sich Präsident Roli Heim ausdrückte, nicht verhindern, dass die Trommeln wie alte Kartonschachteln tönten. Zudem angetan mit Mantel und bis über die Ohren gezogener Mütze, und das vor einem Kampfgericht, schien Roli eher an einem Eskimotreffen teilzunehmen. Um einiges gemütlicher dann der zweite Teil im Restaurant Tivoli, wozu auch die Angehörigen eingeladen waren.

 

Mit einem gemütlichen Kegelschub und der abschliessenden Rangverkündigung des nachmittäglichen Rangtrommelns ging diese gemütliche und gesellige Veranstaltung zu Ende.

 

Drei Gruppen vertraten unseren Verein an der verbandsinternen Gruppenmeisterschaft in Basel. Unter starker Konkurrenz erspielten sich in der Kategorie 1 unsere Gruppen Solothurn 2 den fünften und Solothurn 1 den elften Rang. Den Vogel schoss der unverwüstliche Hans Balmer mit Ueli Lisser und Kurt Lüthy ab, belegten sie doch unter 22 Gruppen in der Kategorie 2 den ersten Rang.

 

Ein Markstein in unserer Vereinsgeschichte bedeutet unbestritten die Gründung einer alten Garde. Der Grundstein zu deren Realisierung legten 15 Kameraden anlässlich der Gründungsversammlung vom 27. November im Vereinslokal. Vorbehältlich der Zustimmung durch die Generalversammlung, genehmigten die Anwesenden einstimmig das von Präsident Roland Heim vorgelegte Reglement.

 

Am 10. Dezember durfte schon wieder ein Solothurner Mitbürger gefeiert werden. An der Spitze des Festzuges und auf der Treppe der St. Ursen-Kathedrale durfte unser Verein zu Ehren des von der Vereinigten Bundesversammlung zum Bundespräsidenten gewählten Dr. Otto Stich aus Dornach mitwirken.

 

Mit der besinnlichen Waldweihnachtsfeier, wo unsere Jungtambouren und die Kinder unserer Angehörigen vom Samichlaus beschenkt wurden, fand auch dieses Vereinsjahr seinen würdigen Abschluss.

 

 

 

1988

Am 11. Januar verschied in Langendorf in seinem 81. Lebensjahr unser Gründer-Ehrenmitglied Hans Rutschmann. Ueber Jahrzehnte war Hans dem Verein treu ergeben. Am 15. Januar erwies der Verein dem Verstorbenen in der Christuskirche Langendorf die letzte Ehre. Ehre seinem Andenken.

 

Mit der Generalversammlung vom 22. Januar im Restaurant Tiger stand man wieder einmal am Beginn eines Festjahres. Einstimmig beschlossen die Aktiven die Teilnahme am 16. ZTPV-Verbandsfest in Liestal.

 

Einstimmig genehmigte die Generalversammlung eine vom Vorstand beantragte Statutenrevision. Die Neuerungen betrafen vor allem die Aufnahme der gegründeten alten Garde sowie die präzisere Definierung der Mitgliedschaft, der Vereinsorgane und der finanziellen Kompetenzen des Vorstandes. Gleichzeitig wurde auch das Reglement der alten Garde genehmigt.

 

Für 40-jährige Vereinsmitgliedschaft wurden die Gebrüder Willy und Max Mollet mit einem Präsent geehrt.

 

Diskutiert wurde zudem die Anschaffung einer neuen Vereinsfahne, da sich das alte Banner in einem maroden Zustand befindet. Zur Realisierung des Vorhabens wurde die Bildung einer Spezialkommission beschlossen.

 

Mit dem Sujet «Narrewahle 87» bestritt man die Fasnachtsumzüge vom 14. und 16. Februar. Dass der Tambourmajor seinen mächtigen Kopf auf zu langem Hals nur mühsam über die Runden brachte, hatte zur Folge, dass selbiger für den Dienstagsumzug massiv gekürzt werden musste.

 

Eingekleidet in die Utensilien der Fasnacht, beehrte man am 13. Februar Walti Morand mit einem Ständchen zu seinem 60. Geburtstag.

 

Unmittelbar nach der Fasnacht begann die intensivierte Probenarbeit für das kommende Verbandsfest.

 

Am 16. April holte man gemeinsam mit der Stadtmusik Solothurn das Ständchen nach, zu Ehren des im vergangenen November 80 Jahre alt gewordenen Ehrenmitgliedes Arnold Banz.

 

Ein weiteres Ständchen durfte auch Aktiv-Ehrenmitglied Ruedi Zingg am 9. Mai zu seinem 60. Geburtstag entgegennehmen.

 

Eine willkommene Gelegenheit, die Wettstücke für das Fest einer Expertise aus berufenem Munde zu unterziehen, bot die Inspektion vom 10. Mai unter Adj Uof Alex Haefeli.

 

Die Vereinsmeisterschaft vom 15. Mai bot jedem Einzelnen nochmals Gelegenheit, seine technische Fitness auf das Fest hin zu testen. Erstmals durften sich die Kategoriensieger die offizielle Vereinsmedaille mit Schleife umhängen lassen.

 

Am 24. Mai konnte unser ehemaliger Vereins- und Fasnachts-Tambourmajor, Ehrenmitglied Willy Kohler, seinen 70. Geburtstag begehen.

 

Unaufhaltsam nahten sie, die Tage des 16. Zentralschweizerischen Tambouren-und Pfeiferfestes vom 3. bis 5. Juni in Liestal. Das Ziel von Instruktor François Scheidegger war klar vorgegeben, den ersten Rang von Biberist ehrenvoll zu verteidigen. Dass dieses Ziel mit dem zweiten Rang dann doch verfehlt wurde, vermochte der Freude über den erreichten Spitzenrang keinen Abbruch zu tun. Unser Verein bewies einmal mehr, dass er über Jahrzehnte hinweg gesamtschweizerisch zur absoluten Spitze gehört. Nachweisbar ein Vergleich, der seinesgleichen sucht. Sieben Kameraden errangen in den Einzelwettspielen den begehrten Kranz.

 

Am 14. Juni, im Anschluss an eine verkürzte Probe, wurde der silberne Rang von Liestal nochmals gebührend gefeiert.

 

Das Ständchen vom 21. Juni galt unserem Ehrenmitglied Fritz Haudenschild zum 70. Geburtstag.

 

Nach den Vereinsferien, unterbrochen von der Teilnahme an der 1. August-Feier, galt der nächste Grosseinsatz dem «Jazz am Märetplatz». Von den zu Kellnern und Geschirrwäschern umfunktionierten Mitgliedern erfordert dieser Anlass jeweils grossen Einsatz. Der Lohn dieses Einsatzes ist ein nicht mehr wegzudenkender Einnahmenfaktor für unsere Vereinskasse.

 

Zwei unbeschwerte Tage bescherte uns die Vereinsreise vom 24./25. September in die Sonnenstube der Schweiz, ins Tessin. Mit der SBB, sogar noch 1. Klasse, wurde Locarno angepeilt, wo auch übernachtet wurde. Am Sonntagmorgen führte die Reise zurück nach Flüelen, wo uns das Express-Schiff «Wilhelm Tell» erwartete. Im Salon «Belle Epoque», bei angeregter und gemütlicher Unterhaltung, genossen wir ein vorzügliches Mittagessen während der Fahrt zurück nach Luzern. Eine wunderschöne Reise ging zu Ende, einmal mehr trefflich organisiert von unserem Profiorganisator Fritz Schnyder.

 

Am 15. Oktober präsentierte sich Solothurn als offizieller Gastkanton an der OLMA in St. Gallen. Unserem Verein fiel die Ehre zu, die grosse Delegation unseres Kantons im Festzug anzuführen und uns mit einem vielbeachteten Auftritt in der Arena vor dichtgedrängtem Publikum darzubieten.

 

Am 26. November beteiligte sich der Verein am Abschiebskonzert der Stadtmusik Solothurn zu Ehren ihres Dirigenten Urs Frikart.

 

Ein denkwürdiger Tag in unserer Vereinsgeschichte wurde der 28. November, wo sich unsere gegründete alte Garde zu ihrer konstituierenden Sitzung traf. Mit Ruedi Rebholz als Präsident und Ruedi Zingg als Kassier sprachen die Altherren zwei bewährten Kameraden ihr Vertrauen aus.

 

Der letzte offizielle Aufritt des zu Ende gehenden Jahres galt unserem Ehreninstruktor Hans Balmer mit dem Ständchen zu seinem 50. Geburtstag.

 

 

 

1989

Ein festloses Jahr brach an, das ein eher ruhigeres Vereinsleben erwarten liess mit den obligaten Proben, Ständeli und sonstigen, zu erwartenden Anlässen.

 

Mit dem Lottomatch vom 7./8. Januar galt der erste Einsatz der Sanierung unserer Finanzen.

 

Zum Auftakt der diesjährigen närrischen Tage vom 2. bis 8. Februar durfte unser Verein für seine besonderen Verdienste um die Solothurner Fasnacht eine spezielle Ehrung entgegennehmen. Am Schmutzigen Donnerstag wurde uns im Beisein fasnächtlicher Prominenz und aller bisherigen Preisträger das von Künstler Peter Travaglini geschaffene Relief als närrischer Kulturpreis verliehen. Mit der Verleihung dieser total elf Fasnachtsreliefs leistete die Künstlerhaus Schmiedengasse 11 AG ihren kulturellen Beitrag an die Solothurner Fasnacht. Sehr ehrenvoll für unseren Verein, diese elfte und letzte Auszeichnung erhalten zu haben. Mit unserem Sujet an den Fasnachtsumzügen «Dube si e Sauerei, mir ersetze se mit Papagei» machten wir den Stadtobern den Vorschlag, die Tauben eben mit diesen bunten Vögeln zu ersetzen.

Viel Kopfzerbrechen bereitete unserer Spezialkommission offenbar die endgültige Gestaltung des neuen Vereinsbanners. Befriedigt konnte Präsident Roli Heim bereits anlässlich der Generalversammlung mitteilen, dass alle Differenzen zur Zufriedenheit aller ausgeräumt werden konnten und dass das neue Banner fertig und zur Fahnenweihe bereit sei. Anlässlich der Generalversammlung vom 20. Januar im Restaurant Tiger konnten die Jungtambouren Marco Domina und Christoph Eggenschwiler als Aktivmitglieder aufgenommen werden.

 

Die folgenden Aktiv-Ehrenmitglieder durften für treue Mitgliedschaft ein Präsent in Empfang nehmen: Walter Geiser für 65 Jahre, Hans Challandes für 60 Jahre, OHO Furrer für 50 Jahre und Ruedi Zingg für 40 Jahre. Einen grosszügigen Beitrag von je Fr. 500.- aus dem Ausbildungsfonds sprach die Generalversammlung auf Antrag des Instruktors zu Gunsten von Bruno von Arx und Christoph Eggenschwiler für deren ehrenvolle Teilnahme am Internationalen Music Camp in Kanada. Eine Berufung, die auch unserem Verein zur Ehre gereicht.

 

Am 18. März vertrat eine Delegation den Verein am 100-Jahr-Jubiläumskonzert unserer befreundeten Stadtmusik Solothurn.

 

Anfangs Mai durften wir von Fritz Haudenschild jun. und Barbara Gilgen die Zusage der Patenschah für unser neues Vereinsbanner entgegennehmen.

 

Am 29. Mai mussten wir in der reformierten Stadtkirche Abschied nehmen von unserem Ehrenmitglied Ernst Lobsiger. Wenn wir uns im alten Vereinslokal im Schulhaus St. Ursen wie zu Hause fühlten, war dies zum grössten Teil das Verdienst des Abwarteehpaars Lobsiger. Im Gefolge der gegenseitigen Wertschätzung ist es nicht verwunderlich, dass Ernst zu unserem stolzen Vereinsfähnrich avancierte, welches Amt er über zehn Jahre mit Hingabe erfüllte. Ehre seinem Andenken.

 

Am 6. Juni hatte der Verein anzutreten zur obligaten Inspektion durch Ad; Uof Alex Haefeli.

 

Am 10. Juni fiel einer auserwählten Gruppe unseres Vereins die Ehre zu, die grosse Delegation des Kantons Solothurn am Umzug anlässlich der Feier zur 1 75-jährigen Zugehörigkeit des Kantons Genf zur Eidgenossenschaft anzuführen. Die offizielle Regierungsdelegation unseres Kantons, begleitet von einem grossen Harst in die Uniformen der Zeit um 1814 historisch eingekleideter Krieger, hinterliess in Genf einen nachhaltigen Eindruck.

 

Die Tage vom 17./18. Juni gehörten allein unseren Jungen, die mit zwei Gruppen die Wettspiele an ihrem Verbandsfest in Lenzburg bestritten. Mit dem fünften Rang in der Kategorie A unter der Leitung von François Scheidegger und dem 13. Rang der Kategorie B unter Ueli Lisser vermochten sie sich recht ehrenvoll zu klassieren. Am «Märetfescht» von Ende Juni betrieben wir auf Initiative von Ueli Lisser einen

 

Raclette-Stand mit Bürgerwein. Der Freitagabend verlief recht erfolgreich, derweil der Samstagabend unter misslichem Wetter litt.

 

Am STV-Jungtambourencamp vom 15. bis 22. Juli konnten zehn Junge unseres Vereins teilnehmen. Die anschliessende Konzertournee-Reise durch die Schweiz fand ihren Höhepunkt mit dem Abschlusskonzert vom 25. Juli in Solothurn.

 

Nach den Vereinsferien, unterbrochen von der Teilnahme an der Bundesfeier, leisteten die Mitglieder ihren für unsere Vereinsfinanzen so wichtigen Einsatz beim «Jazz am Märetplatz».

 

Am Sonntag, 3. Dezember beteiligte sich unser Verein an der Spitze einer grossen Solothurner Delegation am Aarestädtetag in Klingnau, welches an diesem Wochenende sein 750-Jahr-Jubiläum feierte.

 

Die Vereinsmeisterschaft vom 16. September bot Gelegenheit zu einem letzten Test für diejenigen Mitglieder, die sich für eine Teilnahme an den Einzelkonkurrenzen der Ostschweizerischen Tambourenwettspiele in Gossau entschlossen hatten. Dieses OTV-Verbandsfest vom 22. September durfte denn auch als Erfolg für unseren Verein gewertet werden. Nebst einigen Kranzgewinnen durfte sich unser Ueli Lisser gar als Sieger der Kategarie 2 feiern lassen.

 

Weitere Gelegenheiten, sich im trommlerischen Wettspiel zu messen, bot nochmals der Monat November.

 

Einen durchschlagenden Erfolg verzeichneten unsere Jungtambouren anlässlich der Bernischen Jugendmusik-Wettspiele in Interlaken, denn gleich zwei Kategoriensiege entführten sie nach Solothurn: Bruno von Arx in der ersten und Marco Domina in der zweiten Kategorie. An der ZTPV-Gruppenmeisterschaft vom 25. November in Münsingen klassierten sich unsere beiden teilnehmenden Gruppen im fünften und sechsten Rang.

 

Als ein Erfolg besonderer Güte darf wohl der letzte Auftritt des Jahres am 2. Dezember im Landhaussaal bezeichnet werden. Eine grosse Gesellschaft hatte sich hier zum Ball der Alt-Amicitia eingefunden. Ein Publikum, das begeistert mitging und den Verein mal für mal zu Höchstleistungen antrieb. In einer dreiviertelstündigen Trommelshow, einem wahren Feuerwerk, zog François Scheidegger, assistiert von unserem Fritz Schnyder, nochmals alle Register, die ihm mit seinem Verein zur Verfügung standen.

 

Das noch mit zwei internen Anlässen zu Ende gegangene Jahr möchte ich nicht beschliessen, ohne einem Kameraden zu gedenken, der uns vor kurzem für immer verliess. Im Spital in Basel verschied nach einer schweren Herzoperation unser Aktiv-Ehrenmitglied Alban Leuenberger. Butz, wie wir ihn alle nannten, war dem Verein als Aktiver über Jahrzehnte eine zuverlässige Stütze. Besondere Verdienste erwarb er sich durch seinen unermüdlichen Einsatz jeweils bei den anfallenden

Arbeiten für die Fasnacht. Den Wunsch seiner Familie respektierend, begleiteten wir Butz nicht persönlich, wohl aber in Gedanken auf seinem letzten Gang. Ehre seinem Andenken.

 

 

 

1990

Das Berichtsjahr wird zweifellos als Jubeljahr in unsere Vereinsgeschichte eingehen. Die beiden absoluten Höhepunkte, unsere Fahnenweihe und der Festsieg am Eidgenössischen Tambourenfest in Naters, legen davon Zeugnis ab. Doch lassen wir das Jahr, ohne vorzugreifen, in chronologischer Reihenfolge Revue passieren. Die Generalversammlung vom 19. Januar in unserem Stammlokal Restaurant Walliserkanne stand bereits im Banne dieser bevorstehenden markanten Schwerpunkte.

 

Mit Bedauern musste die Generalversammlung Kenntnis nehmen von den Demissionen der Vorstandsmitglieder Urs Galli als Vize-Präsident und Fritz Schnyder als Vize-lnstruktor. Beide Chargen blieben mangels bereitwilligen Nachfolgern vorerst vaLant. An Stelle des ebenfalls demissionierenden, seit sieben Jahren tätigen Vereinsfähnrichs OHo Furrer wurde Ehrenmitglied Heinz Krause gewählt.

 

Mit Konstantin Henzi konnte ein vielversprechender Jungtambour in den Aktivbestand aufgenommen werden. Ihm durhe zugleich das Amt des Uniformenverwalters anvertraut werden, womit er den demissionierenden Fritz Ritschard ersetzte.

 

Mit einem verdienten Blumenstrauss durfte zudem unsere bereits seit zwei Jahren amtierende Aktuarin Heidi Grolimund geehrt werden, die nebenbei auch unser Vereinssekretariat mustergültig führt.

 

Am 6. Februar, mitten in den Vorbereitungen für die kommende Fasnacht, durften wir mit einem Ständchen unserem Gründer-Ehrenmitglied Werner Wicki zu seinem 85. Geburtstag gratulieren.

 

«Ä Lätsch, ä Fratz, lueg chli dumm, scho g'hörsch zum Fasnachtspublikum», so lautete der närrisch sinnige Vers für unser Sujet «Läck dä Lätsch» der Fasnachtsumzüge vom 25. und 27. Februar. Der gähnende Tambourmajor, gefolgt von seinen teilnahmslos und langweilig dreinblickenden Bööggen, hielt damit sehr trefflich dem zahlreich die Strassen säumenden Publikum den närrischen Spiegel vor.

 

Mit einem Ständchen beehrten wir am 13. April unser Ehrenmitglied Arthur Walther zu seinem 75. Geburtstag.

 

Am 28. April gratulierten wir vor der Peterskapelle in Solothurn mit einem Ständchen unserem Urs Galli und seiner Kathrin zum Bund der Ehe.

Zu einem Freudentag für den Tambourenverein Solothurn wurde der 30. April, der Tag der Weihe unseres neuen Vereinsbanners. Ganz im Sinne des Vereins, diesen feierlichen Akt in schlichtem, würdigem Rahmen zu begehen, wurde der Anlass zu einer eindrücklichen, besinnlichen Feier. Der herrliche Frühlingstag verlieh zudem dem auserwählten Ort der Feierlichkeiten, der Bruder Klaus-Kapelle auf dem Weissenstein, ein besonderes Gepräge. Verschiedene Persönlichkeiten aus Vereinen und Politik beehrten uns mit ihrer Anwesenheit. Zur Erinnerung seien aus diesem bewusst klein gehaltenen Kreis illustren Gäste erwähnt die damaligen Landammann und Vereinsehrenmitglied Fritz Schneider sowie Stadtammann Urs Scheidegger. Vom STV beehrten uns der damalige 7entralpräsident Armand Zenhäusern und der damalige STV-TK-Obmann Rene Walz.

 

Nach den Eröffnungsvorträgen der Stammsektion und der alten Garde, letztere übrigens mit der ehrenvollen Würde der Fahnenpatensektion betraut, eröffnete Vereinspräsident Roli Heim mit seiner allgemeinen Begrüssung den Weiheakt.

 

Dem Schreibenden blieb es vorbehalten, als Festredner seinen Vereinskameraden und dem illustren Kreis geladener Gäste seine Gedankengänge über Sinn und zweck eines Banners darzulegen. Es erfüllte mich damals, und tut es auch heute noch, mit Stolz, dass mir als Ehrenmitglied mit heute über 50-jähriger Mitgliebschaft diese ehrenvolle Berufung zuteil wurde. Kameraden, ich danke Euch für diesen Beweis der Wertschätzung.

 

Zum rhythmischen Klang des Fahnenmarsches erfolgte nun dem Aufmarsch der beiden alten Fahnen, die dem Verein seit seiner Gründung 1923 bis 1947, bzw. 1947 bis 1990 voran getragen wurden.

 

Unter Trommelklang und dem Applaus der Festgesellschaft entrollte unser verehrtes Fahnenpatenpaar Barbara und Fritz Haudenschild-Gilgen, beide eingekleidet in schmucke Trachten, unser neues Vereinsbanner. Aus den Händen des Präsidenten durfte dann unser stolze Fähnrich Heinz Krause das neue Symbol unserer Zusammengehörigkeit in seine Obhut nehmen.

 

Einen würdevollen Akzent setzte Stadtpfarrer Peter von Felten mit seiner kurzen, sinnigen Andacht mit abschliessender Weihe unseres neuen Banners. Mit dem Fahnengruss und gemeinsamem Schlussvortrag der Stammsektion und der alten Garde wurde dieser denkwürdige Anlass geschlossen.

 

Zum anschliessenden Festbankett mit unseren geladenen Gästen begab man sich ins nahe gelegene Kurhaus Weissenstein, dessen offizielle Einweihungsfeier zur gleicher Zeit über die Bühne ging. Es versteht sich von selbst, dass der Verein sich anlässlich dieser Eröffnungsfeier für das neu renovierte Kurhaus trommlerisch präsentierte.

 

Vor der Käch-Schür in Oberdorf beehrten wir am 19. Mai unser Ehrenmitglied Regierungsrat Fritz Schneider mit einem Ständchen zu seinem 60. Geburtstag.

 

Im Hinblick auf das Eidgenössische Fest wurde die militärisch obligate Inspektion durch Adj Uof Alex Haefeli am 22. Mai abgehalten.

 

Ein bodenständiger, denkwürdiger Anlass war das Eidgenössische Jodlerfest vom 24./25. Juni in Solothurn. Mit seinen Aufritten am Samstagabend im Festzelt und am Sonntag am Festumzug bot sich dem Verein zudem eine zusätzliche Gelegenheit, seine Wettstücke vom kommenden Eidgenössischen vor grossem Publikum darzubringen.

 

Eine Woche später waren sie da, die ersehnten Tage des Eidgenössischen Festes vom 29. Juni bis 1. Juli in Naters. Guten Mutes und in bester Stimmung reiste die Sektion ins Wallis, im Bewusstsein, mit seriöser Vorbereitung alles getan zu haben, um ehrenvoll bestehen zu können. Der von Instruktor François Scheidegger und seinem Assistenten Fritz Schnyder mustergültig organisierte und durchgezogene Probenbetrieb mit der abschliessenden Intensivwoche vor dem Fest, gab Anlass zu berechtigten Hoffnungen auf einen Spitzenrang. Im Bewusstsein dieser seriösen Vorbereitung herrschte stets schon an den Proben eine sehr gute Stimmung, die sich auf den Anlass hin noch steigerte und am Fest selbst ihren Höhepunkt erreichte. Dieser gesunde Optimismus, gepaart mit der an den Proben erarbeiteten Sicherheit in den Wettspielvorträgen, beflügelte unsere Sektion auf dem Weg von Jury zu Jury zu einem Glanzresultat. Erstmals wieder seit 1966 in Emmen errang sich der Tambourenverein Solothurn die Krone des Eidgenössischen Festsiegers.

 

Als wiederum zahlenmässig grösste Sektion erzielte Solothurn bei einem Punktemaxium von 120 das Glanzresultat von 118.40 Punkten. Besonders befriedigend ist auch die Tatsache, dass unser Verein auch in der im Jurybericht geführten Rangliste ohne Beteiligungszuschlag ebenfalls den ersten Rang belegt.

 

Glänzend schlugen sich auch unsere Einzelkonkurrenten, die gesamthaft elf eidgenössische Einzelkränze errangen und mit unserem Präsidenten Roli Heim gar den Sieger in der Kategorie CT2 stellten.

 

Einen argen Dämpfer auf unser Hochgefühl des Triumphs über den errungenen eidgenössischen Festsieg erlebten wir alle beim Empfang in Solothurn, der in Tat und Wahrheit keiner war. Ein Wermutstropfen im Freudenbecher der Gefühle, dass entgegen den üblichen Gepflogenheiten ein eidgenössischer Festsieger so schmählich im Stich gelassen wurde. Jedoch im Bewusstsein, für unsere Stadt und die Farben Solothurns Ehre eingelegt zu haben, marschierten wir mit eigenem Spiel zu unserem Stammlokal St. Urs, wo der Erfolg nochmals gebührend gefeiert wurde.

 

Nun wurden die Mitglieder in die wohlverdienten Vereinsferien entlassen, wobei die Daheimgebliebenen wie üblich den Verein an der 1. August-Feier vertraten.

Vom 23. bis 25. August hiess es bereits wieder «Manne i d'Hose» mit der Motivation, als Service-Boys am «Jazz am Märetplatz» unserer Vereinskasse zu erneutem Auftrieb zu verhelfen.

 

Am 1. September feierten wir noch einmal, mit unseren Angehörigen vereint, Solothurn als Schweizermeister. Unter dem Motto «Wer triumphiert, kann feiern» trafen wir uns an diesem herrlichen Sommerabend im Pfadiheim St. Niklaus. Bereits beim Apéro sorgte die vorgeschriebene Krawattenpflicht für grosse Heiterkeit, musste doch das persönliche Halsgebinde selbst kreiert werden. Was hier an Einfällen und Gags, wohl auch mit Hilfe geschickter Frauenhände ausgeheckt wurde, muss man einfach gesehen haben. Wahrlich ein Auftakt nach Mass für die kommenden Stunden. Schlag auf Schlag folgten die Höhepunkte eines Programmes, das aufzeigte, welch unerkannte Talente in den Mitgliedern jeden Alters schlummern und zum Vorschein kamen. Ob all des Feierns vergass man jedoch nicht die beiden Konstrukteure des Erfolges. Instruktor François Scheidegger, dessen Fähigkeiten auch in Fachkreisen neidlos anerkannt sind, durfte ein gerahmtes Poster seiner Siegerpose auf dem obersten Treppchen, aufgenommen anlässlich der Siegerehrung im grossen Festzelt, entgegennehmen. Ein verdientes Präsent erhielt auch sein Assistent Fritz Schnyder, der in Einzel- und Feinarbeit zurechtgeschliffen hatte, was ab und zu im Kollektiv nicht gelingen wollte. Beiden wurde

eine nicht endenwollende stehende Ovation dargebracht. Ein Höhepunkt des Abends war ohne Zeifel die in Versform gehaltene humorvolle Ansprache von Präsident Roli Heim. Angefangen bei der ersten Probe, bis hin zum mit aller Konsequenz angestrebten Festsieg, liess er die Geschehnisse nochmals Revue passieren. Dieser Erfolg, just in dem Moment zu Stande gekommen, da das Trommeln in seiner Technik und Perfektion, und das ganz besonders im Sektionswettspiel, kaum mehr zu steigern ist, macht ihn besonders wertvoll. Alle, die dabei waren, werden diese Festsiegerfeier wohl nicht so bald vergessen. Nicht vergessen sei abschliessend die Uraufführung des im Basler Stil gehaltenen Trommelmarsches «Eidgenosse», komponiert von unserem Präsidenten Roland Heim zur Erinnerung an unseren Festsieg und sinnigerweise gewidmet seiner Tochter Anja.

 

Am 17. November startete unser Verein ein Experiment mit der Organisation des 1. Solothurner Jungtambouren-Grand-Prix. Ins Leben gerufen vom Vorstand unseres Vereins, nach einer Idee und auf Initiative unseres Präsidenten Roland Heim, soll den besten Jungtambouren der Zentralschweiz Gelegenheit geboten werden, sich mit Gleichaltrigen in friedlichem Wettspiel zu messen. In diesem Sinne wurden die besten dreissig Jungtambouren unserer Verbandsregion zu diesem Kräftemessen eingeladen. In der Aula der Kantonsschule, dem idealen Ort dieser Veranstaltung, konnte OK- und Vereinspräsident Roland Heim ein erstaunlich zahlreich erschienenes Publikum begrüssen. Von den sechs Konkurrenten, die sich nach dem ersten Durchgang als Finalisten herausschälten, belegte unser Marco Domina den ehrenvollen vierten Rang. Alle Beteiligten, und mit ihnen vor allem die drei Juroren Anton Wymann, Rolf Müller und François Scheidegger, zeigten sich hochbefriedigt von diesem Anlass, der in der Folge Tradition werden sollte.

 

Zu einem würdigen Jahresabschluss gestaltete sich das Ständchen, das wir unserem Ehrenpräsidenten Hermann Walther zu seinem 80. Geburtstag vor unserem Stammlokal Restaurant St. Urs darbrachten.

 

Ein Jahr mit markanten Höhepunkten ging zu Ende. Ein Jahr, das unserer Vereinsgeschichte zum Ruhme gereicht.

 

 

 

1991

Ein ruhiges, festloses Jahr stand bevor, das wir am 2. Januar mit einem Ständchen eröffneten bei unserem Ehrenmitglied Otto Furrer zu seinem 70. Geburtstag.

 

Doch auch dieses sogenannte Zwischenjahr vermochte die Mitglieder auf Trab zu halten, hatten sie doch bei zirka siebzig Proben und Anlässen im Schnitt mehr als einmal pro Woche anzutreten.

 

Der Lottomatch im Konzertsaal, Hilari zum Auftakt der Fasnacht, eine Vorstands-und Vereinsversammlung bildeten die weiteren Aktivitäten, nebst Proben natürlich, bis hin zur 68. Generalversammlung vom 25. Januar in unserem Stammlokal.

 

In Anbetracht der vielen Höhepunkte im Berichtsjahr verlas Präsident Roli Heim seinen humorvollen, mit vielen Bonmots gespickten Jahresbericht in Versform. Schon war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Mit Rene Schwiete durfte ein hoffnungsvoller Jungtambour in den Aktivbestand aufgenommen werden.

 

Unsere seit Jahren tätige Passiveinzügerin Marie Allemann durfte für ihre treu geleisteten Dienste die Ehrenmitgliedschaft entgegennehmen, bekräftigt mit der Uebergabe unserer Wappenscheibe. Die verdiente Aufnahme in die Gilde unserer Ehrenmitglieder wurde auch unserem Fahnenpatenpaar Barbara und Fritz Haudenschild-Gilgen zuteil. Zur Erinnerung an die Fahnenweihe wurde ihnen zusätzlich eine gerahmte Foto unseres Vereins überreicht.

 

Für 60-, resp. 50-jährige Mitgliedschaft wurden die beiden Ehrenmitglieder Arthur Walther und Albert Leibundgut mit einem Präsent geehrt.

 

Bekanntlich ging im letzten Jahr im Taumel des Siegestrubels in Naters unser Tambourmajorstock wohl auf Nimmerwiedersehen verloren. Die alte Garde blieb nicht untätig, trat als Sponsor auf und überreichte aus der Hand von Hermann Walther unserem Instruktor ein neues, für einen Tambourmajor so wichtiges und unentbehrliches Requisit.

 

Am 2. Februar durfte der Verein einen Supererfolg verbuchen mit dem Auftritt am Treffen der vereinigten Guggenmusigen des Leberberges in Feldbrunnen.

 

An den Fasnachtsumzügen vom 10. und 12. Februar präsentierte sich der Verein mit seinem als Folge des ausgebrochenen Golfkrieges kurzfristig abgeänderten Sujets als «Ghüderequipe». Damit nahmen wir die damals vieldiskutierte Kehrichtsackgebühr aufs Korn.

 

Am 30. April stellte sich der Verein Ad; Uof Alex Haefeli zur obligaten Inspektion in der MFK-Halle.

 

Dem Protokoll der Vorstandssitzung vom 4. März entnehme ich, dass sich unser Präsident Roli Heim namens seiner Familie für die Anteilnahme während der Leidenszeit und beim Heimgang seiner kleinen Tochter Anja bedankte. Es liegt dem Schreibenden fern, Wunden aufzureissen, doch findet er es angebracht, der kleinen Anja, die doch zu unserer Tambourenfamilie gehörte und deren Leben so kurz war, an dieser Stelle ein ehrendes Andenken zu bewahren.

 

Am 14. Verbandsfest der Union Romande vom 21. bis 23. Juni in Chêne-Bourg beteiligten sich einige Mitglieder in verschiedenen Kategorien als Einzelkonkurrenten. Mit sechs errungenen Kranzauszeichnungen dokumentierten sie eindrücklich die Präsenz unseres Vereins in der Westschweiz.

 

Per Autocar reiste der Verein für die Tage vom 29./30. Juni nach Guttet, wo er als Gastsektion zum 50. Oberwalliser Tambouren- und Pfeiferfest geladen war. Mit ihren Darbietungen im Festzelt lösten die Solothurner wahre Begeisterungsstürme aus. Besonders begeistert war das Publikum vom mit allen Raffinessen dargebotenen Vortrag «d'lsebahn». Von qualmendem Rauch unter Dampf gehalten, vermochte unser Hans Romann, im Festzelt als Bahnhofvorstand postiert und immer im richtigen Moment seine Signalglocke einsetzend, den imaginären Zug in flotter Fahrt zu halten. Die von der sprichwörtlichen Walliser Gastfreundschaft profitierende Vereinsreise war jedoch auch in geselliger und kameradschaftlicher Hinsicht ein voller Erfolg.

 

Am «Märetfescht» mit unserem Raclettestand «Chez Ueli» und dem Grosseinsatz als Servierpersonal beim «Jazz am Märetplatz» erlebte unsere Vereinskasse für einmal wieder bessere Zeiten als auch schon.

 

Zwischen diesen beiden Anlässen lag noch unser Auftritt anlässlich der Spezial-Bundesfeier vom 1. August zu 700 Jahre Eidgenossenschaft.

 

Gemeinsam mit dem Rangtrommeln für unsere Jungtambouren wurde am 21. September die Vereinsmeisterschaft durchgeführt. Sehr positiv die überaus grosse Beteiligung, was ja auch Sinn und Zweck dieser Veranstaltung sein sollte. Am Jungtambouren- und Pfeiferfest vom 28. September beteiligte sich eine Gruppe von 16 Jungen unsers Vereins an den Einzelwettspielen. Genau die Hälfte von ihnen errang die begehrte Auszeichnung.

 

Am 9. November traf sich die Elite der Jungtambouren aus der ganzen Schweiz zum 2. Solothurner Jungtambouren-Grand-Prix in der Aula der Kantonsschule Solothurn. Damit erhielt bereits der zweite Grand-Prix eidgenössisches Format. In regionalen Ausscheidungen der vier Verbände Zentral-, Ost-, Westschweiz und Wallis qualifizierten sich je die acht Besten für diese Weflspiele. In einem ersten Durchgang wurden die zehn Finalisten erkoren, die anschliessend unter sich den Sieger ausmachten. Mit einer glänzenden Leistung ertrommelte sich unser Jungtambour Marco Domina den zweiten Rang. Die tadellose Organisation durch unseren Verein, das hohe Niveau, auf dem die Wettspiele ausgetragen wurden, sowie die überaus grosse Publikumspräsenz dürften die Organisatoren ermutigen, den Solothurner Grand-Prix weiterleben zu lassen.

 

Der 25. November 1991 wird als ein besonderer Freudentag in die Chronik des Tambourenvereins Solothurn eingehen, wurde doch sein Ehrenpräsident und Ehreninstruktor Hermann Walther vom Regierungsrat des Kantons Solothurn im Rahmen der alljährlichen Kulturpreisverleihung mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Eine Ehrung, die nicht nur den Geehrten und seinen Stammverein, sondern auch all die Vereine des STV in Anerkennung ihres kulturellen Schaffens

 

ehren und freuen darf. Begleitet von seinem Tambourenverein in historischer Uniform, durfte unser Hermann die verdiente Ehrung aus den Händen von Frau Landammann Cornelia Füeg in Empfang nehmen.

 

Fünf Gruppen vertraten unseren Verein ehrenvoll an der ZTPV-Gruppenmeisterschaft vom 30. November in Signau. Die Gruppe Solothurn 2 errang in der Kategorie 1 den dritten Rang.

 

Mit den geselligen Anlässen wie Benzenjass und dem Jungtambouren-Chlausenhöck, zu dem auch die Eltern eingeladen waren, fand das Vereinsjahr seinen Abschluss.

 

 

 

1992

Das Jahr begann gleich mit einem Einsatz zu Gunsten der Vereinskasse, dem Lottomatch vom 3./4. Januar. Derselbe fiel eher mässig aus und brachte uns gerade das vertraglich garantierte Minimum.

 

Anlässlich unserer Generalversammlung vom 24. Januar im Restaurant St. Urs Walliserkanne war zu erfahren, dass unser Instruktor François Scheidegger interessiert sei, das Amt des im STV demissionierenden TA-Obmannes zu übernehmen. François sei diesbezüglich von verschiedenen Seiten angegangen worden und sei nach reiflicher Ueberlegung bereit, sich dieser Herausforderung zu stellen. Mit Pascal Oeuvray und Benjamin Friedli durfte die Generalversammlung erfreulicherweise wiederum zwei Jungtambouren in den Aktivbestand aufnehmen.

 

Für zwanzigjährige Mitgliedschaft wurden die Kameraden Hans Romann und Fritz Schnyder zu Ehrenmitgliedern ernannt und durften unsere schöne Wappenscheibe entgegennehmen.

 

Für langjährige Mitgliedschaft wurden mit einem Präsent bedacht Ehrenpräsident Hermann Walther für 65 Jahre, Theodor Mathys 40 Jahre, Franz Lang 30 Jahre und Urs Galli 25 Jahre.

 

Einen Tag später, am 25. Januar tagten in Ebikon die Delegierten unseres Zentralschweizerischen Regionalverbandes ZTPV, wo unser Instruktor zum offiziellen Kandidaten als STV-TA-Obmann zu Handen der schweizerischen Delegiertenversammlung erkoren wurde.

 

Der Monat Februar war ausschliesslich den Proben und den Vorarbeiten für die Fasnachtstage vom 27. Februar bis 4. März gewidmet. An den grossen Umzügen vom 1. und 3. März verteilten wir fleissig Zettel an die Narren am Strassenrand. bedruckt mit treffenden Sprüchen und einer Anleitung, wie daraus ein Schiffli gefaltet werden kann. Mit dieser Aktion «Schiffli falten» nahmen wir Bezug auf unser Sujet «SOS - Siesta ohni Stüür», womit wir anspielten auf das neue Vehikel der Aare-Schiffahrtsgesellschaft, das bei weitem nicht allen Benützern und Anwohnern der Aare Freude bereitete.

 

Am 12. Mai, im Hinblick auf das bevorstehende Verbandsfest in Grenchen geradezu ideal, stellte sich der Verein Adj Uof Alex Haefeli zur obligaten Inspektion. Den Festvorbereitungen galt auch die Teilnahme am Sternmarsch mit anschliessendem Konzert in Bern, am Samstagnachmittag, 23. Mai.

 

Am Freitag, 12. Juni hatten unsere ersten Einzelkonkurrenten am 17. ZTPV-Verbandsfest in Grenchen anzutreten. Tags darauf, nach einer intensiven letzten Vorprobe, dislozierte der Verein direkt nach Grenchen, um sich alsbald der ersten Jury zu stellen. Bei allen Wettspielplätzen legte unsere Sektion Zeugnis von ihrem hohen Können ab. Einzig im freigewählten Wettstück, der an rhythmischen Schwierigkeiten für eine Sektion kaum mehr zu überbietenden Komposition «Le Troubadix», wurden einige Zehntels-Punkte verschenkt. Diese Patzer waren in der Endabrechnung ausschlaggebend, so dass es «nur» zum dennoch blendenden zweiten Rang reichte.

 

Mit Ausnahme dieser Stolpersteine erzielte unser Verein an den übrigen Wettspielplätzen mit Abstand die höchsten Noten, was auch die separat geführte Rangliste ohne Beteiligungszuschlag mit dem ersten Rang belegt. In den Einzelwettspielen der verschiedenen Kategorien durften zudem acht Kameraden die begehrte eidgenössische Auszeichnung entgegenehmen.

 

Gleich im Anschluss an das Fest wurden die Mitglieder in die wohlverdienten Vereinsferien entlassen, bis Ende Juli. Mit der Teilnahme an den 1. August-Feiern wurde das Arbeitsprogramm der zweiten Jahreshälfte in Angriff genommen. Ein nochmaliger Grosseinsatz galt dem Serviceeinsatz am «Jazz am Märetplatz» vom 27. bis 29. August.

 

Am 19./20. September kam wieder einmal die Pflege der Kameradschaft und der Geselligkeit zu Ehren mit der Vereinswanderung über den Restipass.

 

Offenbar noch festmüde, vermochte die Vereinsmeisterschaft vom 26. September nicht mehr allzuviele Unentwegte anzulocken.

 

Der Solothorner Jungtambouren-Grand-Prix, mittlerweile bereits zu einem Begriff geworden, erlebte am 14. November seine dritte Auflage. Wiederum unter Anteilnahme eines grossen, interessierten Publikums erfüllte dieser Anlass alle Erwartungen. Mit Marco Domina vermochte erstmals einer unserer Jungen die Siegespalme zu erringen. Eine fast logische Steigerung über den vierten und zweiten zum ersten Platz.

 

Seit einiger Zeit schon reifte bei den Verantwortlichen unseres Vereins der Gedanke heran, das Eidgenössische Tambourenfest 1998 nach Solothurn zu holen. Dies bezügliche Gespräche mit den Spitzen der städtischen Verwaltung zeigten, dass uns seitens der Stadt jede mögliche Unterstützung zugesagt wurde. Ermutigt durch diesen Bescheid, führten Präsident Roland Heim und Instruktor François Scheidegger vor kurzem ein erstes Vorgespräch mit führenden Persönlichkeiten über das zu bildende Organisationskomitee sowie das weitere Vorgehen.

 

Ein ruhmreicher Tag für den Tambourenverein war ohne Zweifel der 21. November, wo in Näfels die Delegiertenversammlung des Schweizerischen Tambourenverbandes stattfand. Als Nachfolger des demissionierenden Rene Walz wurde unser Instruktor François Scheidegger zum TA-Obmann SIV gewählt. Dank seiner integren Persönlichkeit und den in Tambourenkreisen neidlos anerkannten überragenden Fähigkeiten war diese Wahl unbestritten. Ihm als TA-Sekretär zur Seite gegeben wurde in einer weiteren Wahl unser Kamerad und Vereinskassier Thomas Fröhlicher. Fürwahr ein Gespann, das unseren Verein im höchsten Verbandsgremium ehrenvoll vertreten wird.

 

Ein krönender Abschluss des Berichtsjahres, das mit dem Chlausenhöck unserer Jungtambouren zusammen mit ihren Eltern und dem traditionellen, gemütlichen Benzenjass in Minne Ausklang.

 

 

 

1993

Sieben Jahrzehnte Tambourenverein Solothurn. Diese runde Zahl an Jahren gab Anlass, die 70. Generalversammlung vom 22. Januar im Restaurant Tiger als Jubiläums-Generalversammlung abzuwickeln. Dies auch im Bewusstsein, dass sich der eigentliche Gründungsakt erst am kommenden 3. September jähren wird. Welch ein Glücksfall, zum damaligen Zeitpunkt die beiden Gründer-Ehrenmitglieder Walter Geiser und Werner Wicki noch unter uns zu wissen.

 

Gleich vier Neuaufnahmen durften von der Versammlung bestätigt werden mit Josef Rappo und den Jungtambouren Thomas Riedweg, Christoph Moser und Daniel Sciboz.

 

Eine gehaltvolle Laudatio auf zwanzigjährige engagierte Mitgliebschaft, gehalten von unserem Instruktor, bildete den feierlichen Rahmen zur Ernennung unseres Präsidenten Roland Heim und seines langjährigen Vorstandskollegen Ueli Lisser zu Ehrenmitgliedern.

 

Ehrende Erwähnung für jahrzehntelange Mitgliedschaft erfuhren die Ehrenmitglieder Walter Morand für 50 sowie Willy Mollet und der Schreibende für je 45 Jahre. Im Berichtsjahr durften zudem sieben Jungtambouren am STV-Juniorencamp in Gluringen teilnehmen.

 

Die Fasnachtstage vom 18. bis 24. Februar bestritt der Verein ganz im Sinne seines 70-Jahr-Jubiläums. Treffend denn auch der kreierte, unserem fasnächtlichen Treiben vorangestellte Slogan «Sit 70 Johr - mir tüe nid schummle, duet dä verein vo Narre trummle!». Eine farblich nuancenreiche, prächtige Truppe von Solothurner Waggis, die der Verein in eigener Regie und Arbeit auf die Beine gestellt hatte. An die vierzig Narren stark, eingerechnet unser Vortrab kleiner Nachwuchswaggis, bestritten wir die beiden Fasnachtsumzüge. Es geziemt sich, an dieser Stelle einmal allen kreativen Krähen unseres Vereins zu danken, die für ihren grossen Einsatz, den sie jeweils im Zuge der Fasnachtsvorbereitungen leisten, zu danken. Dank gebührt auch den Ehefrauen, Bräuten und Freundinnen unserer Mitglieder, deren geschickten Händen wir nicht zuletzt die kompetente Fertigung der Kostüme verdanken.

 

Bis Mitte Juni folgte nun eine etwas ruhigere Zeit, waren doch ausser den obligaten Proben keine nennenswerten Vereinsaktivitäten zu verzeichnen.

 

Am 18. Juni, am Tag vor dem Eidgenössischen Jodlerfest in Sarnen, beteiligten sich einige unserer Mitglieder als Einzelkonkurrenten an den Tambourenwettspielen des OTV in Schaffhausen. ihre Bemühungen wurden mit sechs Auszeichnungen belohnt, wobei Daniel Grolimund in der Kategorie 2 gar als Einzelsieger hervorging.

 

Am 19./20. Juni begleitete der Verein in offizieller Mission das Solothurner OK zur Uebergabe der Zentralfahne ans Eidgenössische Jodlerfest nach Sarnen. Mit Bravour entledigte sich der Verein dieser ehrenvollen Verpflichtung, wobei Vizeinstruktor Bruno von Arx den verhinderten François Scheidegger in jeder Beziehung würdig vertrat.

 

Die Teilnahme an der Bundesfeier am 1. August unterbrach die Vereinsferien, die mit der ersten Probe vom 17. August zu Ende gingen.

 

Ein Grosseinsatz erwartete die Mitglieder über die drei Tage vom 19. bis 21. August am «Jazz am Märetplatz», wo es jeweils gilt, die Trommelschlegel mit dem Serviertablett zu vertauschen.

 

Am 28. August, letztmals in diesem Jahr in historischer Uniform und mit Vereinsfahne, beteiligte sich der Verein am städtischen Franziskanerfest.

 

zum Anlass des 70. Jahrestages der Gründung des Tambourenvereins Solothurn trafen wir uns zu einer bescheidenen, aber würdigen Gedenkfeier in unserem Stammlokal St. Urs. Mit Bedacht wurde auf grosse Feierlichkeiten verzichtet, die bleiben dem 75-Jahr-Jubiläum vorbehalten. In trautem Kreise gedachten wir der wackeren Männer, die am 3. September 1923 unseren stolzen Verein aus der Taufe gehoben hatten. Zum Anlass des Freudentages zeigte sich der Verein solidarisch zu Mitmenschen, die auf der weniger glücklichen Seite des Lebens stehen, mit einer Spende zu Gunsten der Aktion «Denk an mich».

 

An ihrem Verbandsfest vom 25./26. September in Sissach beteiligten sich unsere Jungtambouren mit ehrenvollen Klassierungen. In den Gruppenwettspielen klassierte sich François Scheidegger mit seinen Jungen im dritten Rang.

 

Einen durchschlagenden Erfolg verzeichneten unsere Jungtambouren an den Wettspielen des Verbandes Bernischer JugenUmusiken in Spiez vom 7. November. In der Kategorie 1 belegten Benjamin Friedli den zweiten und Pascal Oeuvray den dritten Rang. Die Kategorie 2 zeigte auf dem zweiten Rang die punktgleichen Fabian Schäfer und Thomas Riedweg. Als Sieger der Kategorie 3 glänzte Dominique Oeuvray. Die Gruppe Friedli/Riedweg/Oeuvray krönte ihre Leistung mit dem Sieg in den Gruppen-Wettspielen. Sechs weitere Teilnehmer durften für ihre vorzügliche Leistung den begehrten Einzellorbeerzweig in Empfang nehmen.

 

Mit guten Rängen klassierten sich unsere vier Gruppen, die an der 12. ZTPVGruppenmeisterschaft vom 27. November in Laupersdorf teilnahmen.

 

Am 9. Dezember durhen wir bereits zum zweiten Mal an den Feierlichkeiten zu Ehren unseres Solothurner Mitbürgers Dr. Otto Stich mitwirken, der von der Vereinigten Bundesversammlung zum Bundespräsidenten gewählt wurde.

 

Als letzter Anlass des Jahres wurde am 11. Dezember in der Aula der Kantonsschule Solothurn der bereits zur Tradition gewordene 4. Solothurner Jungtambouren-Grand-Prix ausgetragen. Welch ein krönender Jahresabschluss, durfte doch unser Benjamin Friedli dank seiner hervorragenden Leistung zum Sieger ausgerufen werden.

 

Der Berichterstatter möchte das Jahr nicht abschliessen, ohne doch noch zu vermerken, dass unser Präsident Roland Heim anlässlich der Wahlen im vergangenen Frühjahr ehrenvoll in den Kantonsrat gewählt wurde.

 

 

 

1994

Mit der Generalversammlung vom 21. Januar im Restaurant Tiger stand man wieder einmal, eher ist man versucht zu sagen, schon wieder an der Schwelle eines Festjahres. Die ganze erste Jahreshälfte war vornehmlich geprägt von intensiver Probenarbeit auf das 21. Eidgenössische Fest von anfangs Juli in Gossau hin.

 

Bereits am Tag nach unserer Generalversammlung durften wir unser Ehrenmitglied Heinz Lehmann in Biberist zu seinem 80. Geburtstag mit dem verdienten Ständchen beehren.

 

Schon früh in diesem Jahr bildete der Schmutzige Donnerstag am 10. Februar den Auftakt zum fasnächtlichen Treiben. Wahrlich eine tolle Nummer unser diesjähriges Sujet mit der Autonummer «Honolulu 0». Damit spielten wir an auf die Absicht des Kantons, die maroden Staatsfinanzen künftig mit der Versteigerung attraktiver Autoschilder etwas aufzubessern. Mit eben dieser speziellen und gewinnträchtigen Nr. 0 wollten wir diese Bemühungen der öffentlichen Hand tatkräftig unterstützen.

 

Mit ihrer fünften Generalversammlung vom 25. Februar bewies unsere alte Garde, dass ihre damalige Gründung offenbar einem Bedürfnis entsprach.

 

Am 12. März gastierte der Verein auf spezielle Einladung hin am Trommelfestival in Köniz, wo er mit seinem auf diesen Anlass zugeschnittenen Show-Programm einmal mehr zu überzeugen und zu begeistern vermochte.

 

Die obligate militärische Inspektion vom 24. Mai durch Adj Uof Alex Haefeli bot willkommen Gelegenheit, dem Inspizienten das Wettspielprogramm von Gossau zu präsentieren.

 

Ein Hochzeitsständchen am 18. Juni bei der Bergkapelle auf dem Weissenstein galt unserem Kameraden Reto Schultis und seiner Braut Gisela.

 

Dann, vom 8. bis 10. Juli reiste der Verein nach Gossau zum 21. Eidgenössischen Tambourenfest, um daselbst seinen vor vier Jahren errungenen Titel ehrenvoll zu verteidigen. Dass dies nicht im gewünschten Rahmen gelang, lag weniger an der Leistung der Sektion, sondern eher an der Ausgeglichenheit des Spitzenquartetts, das die vier ersten Ränge unter sich ausmachte. Angesichts der überaus starken Konkurrenz war man vom erreichten vierten Schlussrang befriedigt, im wissen, nach wie vor zur Spitze der schweizerischen Trommelszene zu gehören. bin schöner Erfolg war auch unseren Einzelkonkurrenten beschieden, die mit total zehn eidgenössischen Auszeichnungen in den Einzelwettspielen heimkehrten.

 

Unmittelbar vor Beginn der Vereinsferien beehrten wir noch mit einem Ständchen in Grenchen unser Ehrenmitglied Hans Challandes zum 80. Geburtstag.

 

Im Anschluss an die erste Probe nach den Ferien am 16. August fand die denkwürdige ausserordentliche Versammlung statt, wo einstimmig beschlossen wurde, der Delegiertenversammlung des STV offiziell unsere Kandidatur als Austragungsort für das Eidgenössische Tambourenfest 1998 anzumelden.

 

Vom 25. bis 27. August wurden die Mitglieder einmal mehr gefordert mit dem Arbeitseinsatz am «Jazz am Märetplatz».

 

Am Jungtambourenfest vom 3./4. September in Langentbal klassierten sich unsere Jungen in der Kategorie A unter der Leitung von Bruno von Arx im ehrenvollen dritten Rang. Mit total zwölf Auszeichnungen in den Einzelwettspielen legten sie auch hier erfolgreich Zeugnis ihres Könnens ab.

 

Am 19. November reiste eine starke Delegation nach Sion, um an der dortigen STV-Delegiertenversammlung die Kandidatur Solothurns als Austragungsort des Eidgenössischen Tambourenfestes 1998 zu vertreten. Die hervorragende Präsentation durch Staatsschreiber Dr. Konrad Schwaller als 1. OK-Vizepräsident sicherte unserer Bewerbung die volle Zustimmung der Delegierten.

 

zwei Jungtambourengruppen beteiligten sich am 4. Dezember hier in Solothurn an den jeweils interessanten Gruppenwettspielen des Verbandes Bernischer Jugendmusiken. In der Kategorie 1 stellten unsere Jungen mit der Gruppe Finger/Riedweg/Oeuvray gleich den Kategoriensieger. In der Kategorie 2 belegten Kurth/Oeuvray/Schafroth den ehrenvollen dritten Rang.

 

Ein schöner Anlass war wiederum der fünfte Solothurner Jungtambouren-Grand Prix vom 10. Dezember in der Aula der Kantonsschule. Im Final der Besten vermochte sich unser Pascal Oeuvray im achten Pang zu klassieren.

 

Im Berichtsjahr mussten wir aber auch Abschied nehmen von unserem geschätzten Ehrenmitglied Fritz Haudenschild, der uns in seinem 76. Altersjahr für immer verliess. Fritz war unserem Verein, zusammen mit seiner Gattin, ein treu ergebener Freund und Gönner. Ehre seinem Andenken.

 

 

 

1995

Mit bloss etwas mehr als fünfzig Zusammenkünften hatte das Berichtsjahr einen selten ruhigen Verlauf zu verzeichnen. Erster Anlass des Jahres war denn auch die Generalversammlung vom 20. Januar im Stammlokal St. Urs. Mit Bedauern musste die Versammlung die Demission von Beisitzer Ueli Lisser entgegennehmen, der für seine 16- jährige engagierte Vorstandstätigkeit in den verschiedensten Chargen gebührend geehrt wurde.

 

Erfreulich wiederum die Aufnahme von drei Jungtambouren in den Aktivbestand mit Raphael Finger, Daniel Kurth und Dominique Oeuvray. Wiederum ein erfreulicher Beweis der gezielten Jugendarbeit unseres Vereins.

 

Eine verdiente Ehrung durfte Hans Balmer erfahren für seine vierzigjährige Vereinsmitgliedschaft.

 

Da unserem Verein im vergangenen November von der STV-Delegiertenversammlung das Eidgenössische Tambourenfest 1998 definitiv zugesprochen wurde, oblag der heutigen Generalversammlung die angenehme Pflicht, das engere OK offiziell zu bestätigen. Diesem gehören an Ständerätin Rosemarie Simmen als Präsidentin, Staatsschreiber Dr. Konrad Schwaller als 1. Vize-Präsident und Stadtschreiber Peter Gisiger als 2. Vize-Präsident. Als Generalsekretär konnte Ruedi Bögli aus Langendorf gewonnen werden. Das wichtige Amt des Finanzchefs war zu diesem Zeitpunkt noch unbesetzt. Der STV wird im OK vertreten durch unseren Instruktor François Scheidegger in seiner derzeitigen Funktion als Obmann TA STV. Ihm obliegt ohnehin der gesamte technische Verlauf im Wettspielbetrieb.

 

Für unseren Verein nimmt Präsident Roland Heim Einsitz in diesem engeren und verantwortlichen OK, mit dessen Bestätigung durch die Generalversammlung der Startschuss zum Eidgenössischen Tambourenfest 1998 gegeben war Damit wird unsere Ambassodorenstadt zum zweiten Mal nach 1970 Gastgeberin sein für die zahlreichen traditionsbewussten Sektionen des Schweizerischen Tambourenverbandes.

 

Mit einem Ständchen beehrten wir am 6. Februar in Langendorf unser Gründer-Ehrenmitglied Werner Wicki zum 90. Geburtstag.

 

Die Fasnachtstage ab der Chessleten vom 23. Februar bis und mit zum Bööggverbrennen vom 1. März durften getrost als Höhepunkt der ersten Jahreshälfte apostrophiert werden. Kantonalbankdesaster, Pannen in Staatssteuerrechnung

und anderes bildeten den Aufhänger zu unserem diesjährigen Su jet «Mir hei Hoor gloh». Von unseren Kostümverantwortlichen treffend parodiert durch einen prächtig herausgeputzten Hippie-Tambourmajor, gefolgt von konsterniert dreinblickenden alten kahlköpfigen Hippies. «Im Gägesatz zu üsne Alte, hei mir üsi Hoor no b'halte», das war der Leitspruch unserer jungen Garde zu ihrer Kostümierung als Waggisgruppe.

 

Mit je einem Ständchen gratulierten wir unseren Ehrenmitgliedern Arthur Walther am 13. April zum 80. und Franz Lang am 18. April zum 50. Geburtstag.

 

Dass im Militärmusikwesen längst fällige und für uns Tambouren auch vorteilhafte Korrekturen vorgenommen wurden, zeigt die Tatsache, dass unsere Inspektion vom 9. Mai von Alex Haefeli erstmals in seinem neuen militärischen Grad als Hauptmann abgenommen werden konnte.

 

Die Vereinsmeisterschaft vom 10. Juni galt als Prüfstein für all die Einzelkonkurrenten, welche am letzten Juniwochenende das Westschweizer Verbandsfest in Lausanne besuchten. Ihr Abstecher ins Welschland wurde mit sieben Einzelkränzen belohnt und verlief dementsprechend sehr erfolgreich.

 

Acht Jungtambouren unseres Vereins durften sich am Jungtambourencamp des STV beteiligen, das vom 15. bis 29. Juli in Gluringen im Wallis stattfand. Eine schöne Bestätigung des Ausbildungskonzepts in unserem Verein.

 

In seinem Sommerbrief vom Juli verwies Präsident Roli Heim mit Genugtuung auf den seit Jahresbeginn existierenden Tambouren-Hunderter-Club (IHC). Ein beachtlicher Erfolg, wenn man bedenkt, dass diese Gönnervereinigung Mitte Jahr bereits einen Bestand von 32 Mitgliedern aufweist, die gewillt sind, gemäss den Satzungen den Verein mit ihrem jährlichen Beitrag von Fr. 100.- zu unterstützen. Hut ab vor so viel Goodwill.

 

Nach den Vereinsferien, unterbrochen durch die Teilnahme an den 1. August Feiern, galt der erste Grosseinsatz wiederum während drei Tagen dem «Jazz am Märetplatz».

 

Am Zentralfest des Schweizerischen Studentenvereins vom 3. September fiel dem Verein die Ehre zu, den Festumzug anzuführen.

 

Ein dunkler Tag in unserer Vereinsgeschichte war der 28. September, wo wir auf dem Friedhof in Zuchwil von unserem Walti Geiser Abschied nehmen mussten. In seinem 89. Lebensjahr wurde er vom irdischen Dasein abberufen. Seit der Gründung des Vereins im Jahre 1923 dabei, war Walti über all die Jahrzehnte ein mustergültiges Vereinsmitglied, vor allem aber ein vorbildlicher Kamerad. Die Jungen unseres Vereins hatten es ihm besonders angetan, kein Wunder, wenn er für sie zum Tambourenpapi avancierte und auch liebevoll so genannt wurde. Unauslöschlich wird der Name Geiser in die Annalen unseres Vereins eingehen, denn tief sind die Spuren, die der Verstorbene, vor allem aber auch sein ihm im Tode vorausgegangener Vater hinterlassen haben. Ehre seinem Andenken.

 

tnde September beteiligten sich unsere Jungtambouren mit zwei Gruppen an ihrem Verbandsfest in Rothrist. Im Jungtambouren-Sektionswettspiel der Kategorie A belegte Bruno von Arx mit seinen Jungen den siebten Rang und Seppi Rappo mit seiner Gruppe in der Kategorie B den zwölften Rang. Zehn Junge errangen den begehrten Zweig, wobei Fabian Müller gar Sieger der Kategorie C 3 wurde.

 

Am 6. Oktober erhielt Ehrenmitglied Theodor Mathys das ihm zustehende Ständchen zum 60. Geburtstag.

 

Mit durchschlagendem Erfolg beteiligten sich unsere Jungen an den Einzel- sowie Gruppenwettspielen des Verbandes Bernischer Jugendmusiken vom 5. November, resp. 3. Dezember.

 

Der sechste Solothurner Jungtambouren-Grand-Prix gelangte am 9. Dezember zur Durchführung. Unser Daniel Roth vermochte sich unter den Finalteilnehmern im siebten Rang zu klassieren.

 

Der Benzenjass und der Jungtambouren-Chlausenhöck waren die letzten Aktivitäten des Jahres, bevor unser Ehrenpräsident Hermann Walther am 19. Dezember mit der Einladung zu seinem 85. Geburtstag den gebührenden Schlusspunkt setzte. Eine illustre Gästeschar traf sich mit uns im Vereinshaus des befreundeten Tambourenvereins Biberist, um unserem Jubilar zu huldigen und mit ihm im Kreise seiner Geschwister diesen hohen Ehrentag zu begehen. Dieser schöne und erhebende Anlass bot reichlich Gelegenheit, unter Freunden und Gleichgesinnten das zu Ende gehende Jahr in Minne ausklingen zu lassen.

 

 

 

1996

Im Gegensatz zum letzten Jahr stand der Verein mit dem Berichtsjahr vor der Bewältigung eines umfangreichen Arbeitsprogrammes. Herausragende Schwerpunkte waren nebst der Fasnacht das bevorstehende ZTPV-Verbandsfest in Olten sowie die Teilnahme an der 1. ClSM-Perkussionsmeisterschaft anfangs November in Holland. Doch lassen wir das Jahr in seinen wichtigen Begebenheiten nochmals in Erinnerung zurückrufen.

 

Bereits am 3. Januar durften wir unserem Ehrenmitglied Otto Furrer zu seinem 75. Geburtstag gratulieren.

 

Intensive Probenarbeit, traditionelle Teilnahme am Hilari sowie eine Vereinsversammlung füllten die Zeit bis zur Generalversammlung vom 19. Januar Erfreulich, dass mit Fabian Schäfer ein weiterer Jungtambour aus der Vereinseigenen Talentschmiede in den Aktivbestand aufgenommen werden konnte.

 

In besonders feierlichem und verdientem Rahmen wurde François Scheidegger und Thomas Fröhlicher für zwanzigjährige ununterbrochene Vereinstreue die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Thomas Fröhlicher seit 1982 Kassier und François Scheidegger seit 1983 Instruktor, sind zur Zeit immer noch in ihren Ämtern tätig. Eine verdiente Ehrung wurde auch Ehrenmitglied Arthur Walther zuteil, für das seltene Jubiläum seiner sechzigjährigen Mitgliedschaft.

 

Am 11. Februar waren wir zu Gast bei unserem Ehrenpräsidenten Ruedi Rebholz in Attiswil, dem wir zum 50. Geburtstag das verdiente Ständchen darbrachten.

 

Im wahrsten Sinne des Wortes «sauglatt» war das Motto, unter dem wir die Fasnachtstage vom 15. bis 21. Februar belebten. Als Säuli unter dem Slogan «Sau wie Sau» beteiligten wir uns am Narrentreiben, angeführt von unserem Fasnachtsmajor Heinz Krause, welcher eine prächtig herausgeputzte Bäuerin symbolisierte.

 

Kaum waren die närrischen Tage verklungen, erreichte uns die traurige Kunde vom Ableben unseres Ehrenmitgliedes Hans Challandes, der am 11. März in Grenchen, kurz vor seinem 82. Geburtstag, verschied. Hans war ein Kamerad, der in der Blüte seines Lebens während Jahrzehnten für seinen Tambourenverein lebte. Während vielen Jahren versah er im Vorstand das Amt des Aktuars, eine Charge, die er zudem während zehn Jahren auch im Zentralschweizerischen Tambourenverband erfüllte. Vielen unter uns wird es als glänzender Possenreisser unserer einst so erfolgreichen Theatergruppe der vierziger und fünfziger Jahre in Erinnerung bleiben. Ehre seinem Andenken.

Wie nahe leid und Freud oh beieinander sind, zeigt der Anlass vom 31. März, wo wir unseren Fähnrich Heinz Krause mit einem Ständchen zu seinem 60. Geburtstag beehren durften.

 

Im Berichtsjahr hatte unser Verein den Verlust eines weiteren Freundes und Ehrenmitgliedes zu beklagen. Mit Urs Rüegger verschied ein Geschäftsmann und eine Persönlichkeit echt solothurnischer Prägung, tief verwurzelt mit den Traditionen seiner Vaterstadt. Diese Eigenschaften begründeten zweifellos die Zuneigung des Verstorbenen zu unserem Verein. Ehre seinem Andenken.

 

Am 26. April stellte sich unser Verein letztmals seinem Inspizienten Hptm Alex Haefeli zur Inspektion. Im Jahre 1962, als Nachfolger des unvergesslichen Alfred Flach, stand Alex Haefeli erstmals als junger Tambourinstruktor vor unserem Verein. Gross ist die Zahl unserer Mitglieder, die ihre Ausbildung zum Militärtambour unter Alex absolvierten und von seinen ausserordentlichen Fähigkeiten profitierten. Wie sein Vorgänger verstand es Alex ausgezeichnet, in der Ausbildung seiner ihm anvertrauten Rekruten aber auch die Interessen der Vereine zu wahren, mit denen er im zivilen Bereich stete Kontakte pflegte. Mit den besten Wünschen für seine weitere Zukunft wurde Alex anlässlich dieser letzten, seiner 35. Inspektion vom Tambourenverein Solothurn ehrenvoll verabschiedet.

 

Nach Wochen intensiver Probenarbeit stand man vor dem 18. ZTPV-Verbandsfest, das vom 6. bis 9. Juni in Olten abgehalten wurde. Mit einer sehr guten Leistung, männiglich war sich keiner Schnitzer bewusst, reichte es diesmal «nur» zum zweiten Rang. Getreu unserer Devise «wir können nicht nur Siege feiern» wurde das Verdikt akzeptiert, im berechtigten Bewusstsein, eine nahezu perfekte Leistung geboten zu haben. Zehn Einzelauszeichnungen in den verschiedensten Kategorien waren die Früchte gezielter und intensiver Probenarbeit der Einzelkonkurrenten. In der älteren Veteranenkategorie ertrommelte sich unser Hans Balmer gar den ersten Rang.

 

Einen ehrenvollen Auftritt erfüllte der Verein am 27. Juni im Schloss Sommerhaus an der Unteren Steingrubenstrasse anlässlich der Uebergabe der de Vigier-Preise 1996 zur Förderung Schweizerischer Jungunternehmer.

 

Als letzte Aktivität vor den Vereinsferien wäre noch der Auftritt am Märetfescht vom 6. Juli zu vermelden.

 

Nach Wiederaufnahme der Probentätigkeit Mitte August folgte bereits wieder der Grosseinsatz am «Jazz am Märetplatz». Abgeschlossen wurde der Monat mit dem Auftritt vom 31. August am Vorstadttest.

 

Im Verlaufe des Monats September leisteten die Mitglieder im Auftrag der Einwohnergemeinde Öffentlichkeitsarbeit mit dem Einzug der Bettagskollekte. Im gleichen Monat durfte der Verein seinem Ehrenmitglied Hans Morf, OK-Präsident des Eidgenössischen Festes 1970, zu seinem 80. Geburtstag gratulieren.